China und Südkorea kritisieren Nordkoreas Atomwaffentest scharf

Mit seinem neuerlichen Atomwaffentest hat sich Nordkorea scharfer internationaler Kritik ausgesetzt. Das chinesische Aussenministerium erklärte am Sonntag seine "entschiedene Ablehnung und scharfe Verurteilung" des nordkoreanischen Vorgehens.
03.09.2017 10:56

Mit dem Atomwaffentest habe Nordkorea "die umfassende Ablehnung der internationalen Gemeinschaft ignoriert". China gilt auf internationaler Ebene als letzter verbliebener Verbündeter Nordkoreas.

Die wiederholten Waffentests, mit denen die Führung in Pjöngjang immer wieder gegen Verbote des UNO-Sicherheitsrats verstösst, stiessen zuletzt aber auch in Peking auf wachsenden Unmut. Im vergangenen Monat stimmte China den neuen scharfen Strafmassnahmen des UNO-Sicherheitsrats zu.

Auch Südkoreas Präsident Moon Jae In kritisierte den Atomwaffentest des Nordens und forderte "die schärfste Bestrafung" der Regierung in Pjöngjang. Der UNO-Sicherheitsrat müsse weitere Sanktionen verhängen, um Nordkorea "vollständig zu isolieren", sagte der Sicherheitsberater des Präsidenten, Chung Eui Yong, nach einer Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrats in Seoul.

Präsident Moon habe in dem Treffen angekündigt, mit dem Verbündeten USA über die Entsendung der "stärksten strategischen Potenziale des US-Militärs" zu sprechen. Möglicherweise meinte er damit die taktischen Nuklearwaffen, welche die USA 1991 aus Südkorea abgezogen hatten.

Nordkorea hatte zuvor die "erfolgreiche" Zündung einer Wasserstoffbombe gemeldet. Der Test habe eine "beispiellose Kraft" entfaltet und sei ein "absoluter Erfolg" gewesen, berichtete das nordkoreanische Staatsfernsehen. Mit dieser Bombe könne das Land auch eine Langstreckenrakete bestücken, hiess es in dem Bericht.

(AWP)