China warnt USA vor Konflikt über Nordkorea und Handel

China hat die USA vor einer Verschärfung des Zwists über den richtigen Umgang mit Nordkorea gewarnt. "Streit wird alle nur zu Verlierern machen", sagte Vizefinanzminister Zhu Guangyao am Donnerstag vor dem Gipfel der Top-Wirtschaftsmächte in Hamburg auf Journalistenfragen nach einem möglichen Handelskonflikt. Vielmehr sollten beide die Kooperation ausbauen.
06.07.2017 13:52

Er übte aber scharfe Kritik an den jüngsten Sanktionen gegen eine chinesische Bank und eine Schifffahrtgesellschaft, die die USA wegen ihrer Geschäfte mit Nordkorea auf die schwarze Liste gesetzt hatten. Als ständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat setze China die Resolutionen gegen Nordkorea "streng und umfassend" um, versicherte Zhu Guangyao. "Wir sind dagegen, dass Länder ihre heimischen Gesetze benutzen, um Sanktionen zu verhängen."

Nach dem ersten Test eine Interkontinentalrakete durch Nordkorea am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump erneut seine Frustration über die chinesischen Bemühungen deutlich gemacht, Druck auszuüben und Pjöngjang von solchen Raketentests abzuhalten. Er hatte beklagt, dass China seinen Handel mit dem Nachbarn sogar noch stark ausgebaut habe. Auch gibt es Signale, dass Trump in Handelsfragen einen schärferen Kurs gegenüber Peking einschlagen könnte.

Auf dem Gipfel der Industrieländer und aufstrebenden Wirtschaftsnationen (G20) sucht China nach den Worten des Vizefinanzministers auch ein Bekenntnis gegen Protektionismus. "Wir hoffen, dass die Mitglieder der G20 die Verantwortung übernehmen, die globale wirtschaftliche Liberalisierung zu fördern." Auf Kritik, dass China selbst den Marktzugang beschneide, sagte Zhu Guangyao, mit der Reform- und Öffnungspolitik seines Landes werde sich der chinesische Markt "noch weiter öffnen und bessere Gelegenheiten bieten"./lw/DP/stw

(AWP)