China weist Trump-Vorwürfe der Währungsmanipulation zurück

China hat die Währungsmanipulations-Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen.
24.02.2017 11:40

Die Volksrepublik habe nicht die Absicht, sich über eine bewusste Abwertung der Landeswährung Yuan Vorteile im Welthandel zu verschaffen, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking am Freitag. Wenn man China schon als Grossmeister bezeichnen möchte, dann als Grossmeister der wirtschaftlichen Entwicklung.

Trump hatte in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters China erneut vorgeworfen, die Exporte mit Hilfe einer künstlich niedrig gehaltenen Währung zu stützen. "Ich bin der Meinung, dass sie die Grossmeister der Währungsmanipulation sind", sagte er.

Kurz zuvor hatte US-Finanzminister Steven Mnuchin dem Sender CNBC gesagt, er sei noch nicht bereit, China formell als Währungsmanipulator einzustufen. Man werde bei dieser Frage die vorgesehenen Abläufe innerhalb seines Ministeriums einhalten, das am 15. April den nächsten Bericht zu Chinas Währungspolitik vorlegen soll.

Trump hatte im Wahlkampf noch versprochen, am ersten Tag im Amt China formell der Währungsmanipulation zu bezichtigen, was zu Strafmassnahmen führen könnte.

Die Führung in Peking hatte in den vergangenen Monaten immer wieder versucht, den Yuan zu stützen. Die Währung ist wegen Sorgen über die Konjunkturabkühlung in China und des Dollar-Anstiegs nach der Trump-Wahl unter Druck geraten.

Hintergrund des Dollar-Anstiegs sind auch die von Trump angekündigten Konjunkturprogramme. Daher wird an den Finanzmärkten damit gerechnet, dass die US-Notenbank im Zug eines stärkeren Aufschwungs die Zinszügel kräftiger anziehen könnte. Damit würde die Währung für Anleger auf der Jagd nach Rendite attraktiver.

(AWP)