Chinas Industrie und Dienstleister bleiben noch guter Stimmung

Chinesische Unternehmen lassen sich von einem drohenden Handelskrieg mit den USA offenbar die Laune nicht verderben.
01.02.2017 08:18
Ein Opel-Werk in Shenzhen, China.
Ein Opel-Werk in Shenzhen, China.
Bild: ZVG

Die Stimmung in der Industrie und bei den Dienstleistern ist offiziellen Zahlen zufolge robust geblieben. Zwar ist der entsprechende Einkaufsmanagerindex für die Industrie von 51,4 Punkten im Dezember auf 51,3 Zähler gesunken, wie die nationale Statistikbehörde am Mittwoch mitteilte. Der Rückgang ist aber nur geringfügig und Volkswirte hatten mit einem etwas schwächeren Wert gerechnet. "Die Zeichen stehen auf Wachstum", kommentierte Dirk Gojny, Experte bei der Nationalbank.

Dies gilt vor allem auch für den Dienstleistungsbereich. Der entsprechende Indikator stieg von 54,5 Punkten im Dezember auf 54,6 Zähler im Januar. Werte über 50 Punkten signalisieren ein Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität. Werte darunter deuten auf eine Schrumpfung hin.

Offenbar sind die Chefeinkäufer der Unternehmen bislang unbeeindruckt von politischen Turbulenzen in den USA. Experten des Analysehauses BMI Research gehen aber davon aus, dass die Entwicklung des Industriesektors weiterhin dem Dienstleistungsbereich hinterherhinken wird. Eine schwächere Binnennachfrage und ein unsicheres äusseres Umfeld aufgrund einer protektionistischen Politik in den USA werde die Industrie belasten, während der Dienstleistungssektor von den staatlichen und privaten Investitionen profitiere.

(AWP)