Chinas Präsident Xi besucht Vietnam im Streit ums Südchinesische Meer

Im laufenden Konflikt um das Südchinesische Meer ist Chinas Präsident Xi Jinping am Sonntag in Hanoi eingetroffen. Xi hatte Vietnam als Ziel seiner ersten Auslandsreise nach seiner Wiederwahl als Staats- und Parteichef im vergangenen Monat ausgewählt, nachdem die Beziehungen beider Länder wegen des Streits um Gebietsansprüche in dem rohstoff- und verkehrsreichen Meer abgekühlt waren. China beansprucht weiter 80 Prozent der See, obwohl das internationale Schiedsgericht in Den Haag diese Ansprüche im vergangenen Jahr zurückgewiesen hatte.
12.11.2017 15:20

In Gesprächen mit dem Chef der kommunistischen Partei Vietnams, Nguyen Phu Trong, und Präsident Tran Dai Quang am Sonntagabend will Xi auf eine Lösung in dem Konflikt hinarbeiten. Vietnam und China müssten sich "weiter verpflichtet fühlen, durch freundliche Gespräche eine grundlegende und dauerhafte Lösung für ihre maritimen Themen zu finden, die für beide Seiten akzeptabel ist", hatte Xi am Donnerstag in einem von Chinas staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten Text erklärt.

Xi hatte zuvor den APEC-Gipfel der Pazifik-Anrainerstaaten im zentralvietnamesischen Da Nang besucht. Er reist nach dem Besuch in Hanoi weiter zum ASEAN-Gipel auf den Philippinen. Vor Xis Besuch war Quang mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen, der ihm seine Vermittlung in dem Konflikt angeboten hatte. Vietnam und die USA haben in dem Streit ähnliche Interessen, weil beide Chinas Ambitionen um die wichtige Wasserstrasse einhegen wollen./bp/DP/he

(AWP)

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