Coronavirus: Angst vor Pandemie drückt Asiens Börsen weiter nach unten

(Ausführliche Fassung) - Die Angst vor einer globalen Ausbreitung des Coronavirus mit massiven Folgen für die Weltwirtschaft drückt weiter auf die Kurse an den asiatischen Börsen. In Japan fiel der Nikkei-Index am Mittwoch um 0,8 Prozent auf 22'426 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Monaten.
26.02.2020 09:04

Schnäppchenjäger verhinderten noch höhere Kursverluste. Anleger machten sich verstärkt Sorgen, dass die Olympischen Spiele in Tokio wegen des Virus abgesagt werden könnten. Nachdem die US-Gesundheitsbehörden vor einem Ausbruch in den Vereinigten Staaten warnten, hatte zuvor bereits die Wall Street den vierten Tag in Folge Verluste verbucht.

"Was wir sehen, ist, dass die Aktienmärkte aufholen", sagte Michael McCarthy, Chefmarktstratege bei CMC Markets in Sydney. "Andere Vermögensmärkte geben seit Wochen Warnsignale. Ein korrigierender Auftrieb bei Aktien ist möglich, aber wir haben immer noch eine Menge Abwärtsdynamik."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht mittlerweile davon aus, dass die Epidemie in China ihren Höhepunkt erreicht habe. Aber die Sorge, dass sich die Ausbreitung des Virus in anderen Ländern beschleunigt, dürfte die Investoren weiter auf Trab halten.

Die Börse in Schanghai gab 0,8 Prozent nach. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen büsste 1,2 Prozent ein. In Südkorea gab der Index nach einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen 1,3 Prozent nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle.

(AWP)

 
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