+++Coronavirus-Update+++ - Corona: 2396 neue Covid-Ansteckungen in der Schweiz - Erste Bundesräte geimpft - Deutlich mehr Neuinfektionen in Grossbritannien trotz Lockdown - Biden-Stabschef rechnet mit zusätzlichen über 100'000 Corona-Toten bis im Februar in den USA

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
15.01.2021 20:06
Corona-Hinweisschild am Türlersee im Kanton Zürich Anfang Dezember 2020.
Corona-Hinweisschild am Türlersee im Kanton Zürich Anfang Dezember 2020.
Bild: cash

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Das Coronavirus-Update vom Samstag, den 16. Januar, finden Sie hier.

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19:45

Der künftige Stabschef des designierten US-Präsidenten Joe Biden rechnet mit 500'000 Corona-Toten im nächsten Monat. Im Februar dürfte die Marke erreicht werden, sagt Ron Klain in einem Online-Interview mit der Zeitung "Washington Post". Laut einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten haben sich in den USA 23,1 Millionen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind demnach 388'467.

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18:25

Am Freitagnachmittag wurden die ersten Mitglieder des Bundesrates geimpft. Bundesratssprecher André Simonazzi bestätigt gegenüber dem "Tages-Anzeiger" die Impfaktion. Welche und wie viele Mitglieder der Landesregierung geimpft wurden, sagte Simonazzi nicht. Man wolle keinen Wettbewerb um die Frage, wer bereits geimpft sei und wer noch nicht. Der "Blick" berichtet, dass sich Bundespräsident Guy Parmelin, Gesundheitsminister Alain Berset und Aussenminister Ignazio Cassis stechen liessen und beruft sich dabei auf mehrere gut informierte Quellen. 

Vor Wochenfrist hiess es, dass alle Mitglieder des Bundesrats sich impfen liessen, sobald der zweite Impfstoff zugelassen sei. Mit der Zulassung des Moderna-Impfstoffs ist dies in der Zwischenzeit geschehen.

Laut Simonazzi folgt der Bundesrat einerseits den Kriterien der Impfstrategie des Bundes und berücksichtigt andererseits die individuellen beruflichen Bedürfnisse der Regierungsmitglieder. Als einziges Bundesratsmitglied zählt Finanzminister Ueli Maurer mit seinen 70 Jahren offiziell zur Risikogruppe. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bezeichnet Menschen ab 65 Jahren als besonders gefährdete Personen.

Wie viele der sieben Bundesratsmitglieder und der drei ebenfalls im Bundesratszimmer anwesenden Mitglieder der Bundeskanzlei (Bundeskanzler plus zwei Vizekanzler) sich haben impfen lassen, liess Simonazzi ebenso offen wie die Frage, ob er als zweiter Vizekanzler selber schon den Impfstoff verabreicht bekommen hat.

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18:10

Trotz des Lockdowns steigt die Zahl der Neuinfektionen in Grossbritannien. Sie liegt bei 55'761 nach 48'682 am Vortag. Zudem werden den vierten Tag in Folge mehr als 1000 neue Todesfälle verzeichnet. Deren Zahl liegt mit 1280 in etwa so hoch wie am Vortag. In Grossbritannien wurde zuerst eine ansteckendere Variante des Virus nachgewiesen.

Grossbritannien verschärft darum ab Montagfrüh seine Einreiseregeln. Alle Reisenden benötigten ein negatives Testergebnis und müssten sich unmittelbar nach ihrer Ankunft in Quarantäne begeben, kündigt Premierminister Boris Johnson an. Diese dauere zehn Tage, könne mit einem weiteren negativen Test aber auf fünf Tage verkürzt werden. Bislang gab es für einige Länder Ausnahmen ohne Quarantäne. Dies wird ab Montag 05.00 Uhr (MEZ) aufgehoben. Damit solle die Einschleppung von Corona-Varianten vermieden werden, sagt Johnson.

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18:00

Nach der Ankündigung des Pharmaunternehmen Pfizer, mit einer Einschränkung der Corona-Impfstoff-Lieferungen in Europa in den kommenden Wochen rechnen zu müssen, sind die Folgen weiterhin unklar.

Massnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich "vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken", teilte Pfizer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Konzern betonte, dass die Änderungen in der Fabrik zu einer signifikant höheren Anzahl an Impfdosen Ende Februar und im März führen würden. 

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die kurzfristige Produktionssenkung bei Pfizer dazu führen wird, dass Deutschland zunächst etwas weniger Impfstoff bekommt. "Wir gehen davon aus, dass es leicht weniger wird", sagt Spahn bei einem Facebook-Auftritt. Wichtig sei, dass erst einmal die Lieferungen am Montag und Dienstag sicher seien. 

Die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen geht davon aus, dass das Unternehmen die Lieferzusagen für die EU im ersten Quartal 2021 einhalten könne. Derweil haben sich Dänemark, Finnland, Schweden und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen bei der EU-Kommission besorgt gezeigt. 

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

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17:45

In der Schweiz sind bisher 199 Fälle der mutierten Varianten des Coronavirus gefunden worden. Davon konnten 147 der britischen Variante B.1.1.7 zugeordnet werden.

Sieben Viren gehörten zur Variante aus Südafrika, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte. Und bei 45 Fällen sei im Virusmaterial eine Mutation gefunden worden, die aber nicht genüge, um sie eindeutig einer der beiden Linien zuordnen zu können.

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17:25

Einreise am Flughafen nur mit negativem Corona-Test, wöchentliche Gratistests in Altersheimen, Neulancierung des Covid-Kreditprogramms: Die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK-N) empfiehlt dem Bundesrat, weitere Massnahmen in der Pandemie zu treffen.

Sie unterbreitet der Regierung ein Schreiben mit verschiedenen Empfehlungen und hat zusätzlich einen Vorstoss eingereicht, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats hatte sich zuvor mit Gesundheitsminister Alain Berset ausgetauscht.

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17:10

Die Impfbereitschaft nimmt in der Schweiz immer weiter zu, dies zeigt eine Umfrage der "SRG". Demnach würden sich 41 Prozent der Befragten derzeit impfen lassen. Rund 34 Prozent sind noch unschlüssig und wollen abwarten. Bei der letzten Umfrage wollten sich lediglich 16 Prozent impfen lassen. Hauptgrund für den Anstieg ist wohl, dass die Furcht vor Nebenwirkungen zurückgegangen ist. 

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16:55

Griechenland lockert die Corona-Massnahmen. Von Montag an dürfen Geschäfte in Griechenland wieder für den Kundenverkehr öffnen - sofern sie nicht in einem von der Corona-Pandemie stärker betroffenen Kreis angesiedelt sind. 

Für jene Geschäfte in Gegenden mit mehr Corona-Fällen gebe es ebenfalls Erleichterungen Dort dürfen die Läden ihre Waren ab Montag zumindest per "Click Away" verkaufen. Das heisst, die Kunden bestellen online oder telefonisch und können ihre Ware dann vor dem Geschäft in Empfang nehmen. Ausserdem sollen die Kirchen öffnen dürfen, und zwar vom Sonntag, dem 25. Januar an.

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16:45

Italien hält im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Zügel weiter straff: Die Regierung hat zahlreiche Beschränkungen für die Bürger und Reiseverbote im gesamten Land verlängert. So ist das Reisen zwischen den Regionen und autonomen Provinzen ab Samstag bis zum 15. Februar weiter untersagt - es sei denn, es ist etwa wegen der Arbeit oder der Gesundheit nötig. Auch die Skigebiete dürfen erst ab dem 15. Februar wieder für Freizeit-Wintersportler öffnen.

Schüler der höheren Jahrgangsstufen sollen ab Montag zum Unterricht wieder in die Schule gehen können. Besuche bei anderen Haushalten sind nur noch einmal am Tag und maximal zu zweit erlaubt, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt werden. Auch für den abendlichen Aperitif auf der Strasse vor dem Stammlokal ist Schluss: Bars, die auch Alkohol ausschenken, dürfen nach 18 Uhr nichts mehr zum Mitnehmen verkaufen.

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16:20

Die Produktionsprobleme beim Impfstoff-Hersteller Pfizer/BioNTech werden nach Angaben des Deutschen Bundesgesundheitsministeriums keine kurzfristigen Auswirkungen für Deutschland haben. "Die Deutschland für Montag zugesagten Impfstoff-Lieferungen erfolgen wie geplant", teilt ein Sprecher mit. Es ist noch unklar, inwiefern die Schweiz davon betroffen ist.

Die deutschen Gesundheitsminister nähmen die "sehr kurzfristige wie unerwartete Mitteilung" aber mit Bedauern zur Kenntnis. "Dies umso mehr, da es verbindlich vom Unternehmen zugesagte Liefertermine bis Mitte Februar gegeben hatte" fügt der Sprecher hinzu. "Bund und Länder erwarten, dass die EU-Kommission in den Verhandlungen mit Pfizer schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für die weiteren Lieferungen und Lieferdaten schafft". Zugesagt sei in jedem Fall, dass die für das erste Quartal angekündigten Mengen vollständig im ersten Quartal geliefert würden.

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16:00

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 5. Januar bei 0,84. Nach den neuesten Berechnungen der ETH Zürich vom Freitag befanden sich Anfang Januar nur noch das Wallis (1,01) und die Kantone Obwalden (1,08) und Glarus (1,03) über 1.

Das Tessin und Liechtenstein schafften es mit einer Reproduktionszahl sogar unter den angestrebten Wert von 0,8. In dieser Situation halbieren sich die Fallzahlen alle zwei Wochen.

R bildet die Infektionslage für die Schweiz von vor zehn bis 13 Tagen ab, für die Kantone von vor 14 bis 17 Tagen. Noch am Donnerstag wurde der Wert für die gesamte Schweiz bei über 1 angeben. Die Kurve wurde nun aber nach unten korrigiert, sodass der kritische Wert 1 schweizweit am 5. Dezember zum letzten Mal überschritten worden war.

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15:40

Biontech hat grünes Licht für die Produktion seines Covid-19-Impfstoffs in Marburg erhalten. Nachdem das zuständige Regierungspräsidium Giessen am Freitag die nötige Genehmigung erteilt hat, lägen die Voraussetzungen für die Produktion des Impfstoffs vor, teilt das Land Hessen mit. Über den tatsächlichen Beginn der Produktion entscheide Biontech.

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15:10

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 2396 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Freitag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 2464. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 2581, vor einer Woche bei 3211.

Zudem wurden 139 neue Spitaleinweisungen und 66 neue Todesfälle gemeldet.

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14:50

Island verschärft seine Einreisebestimmungen. Jeder Passagier muss sich ab Freitag verbindlich nach der Ankunft auf der Nordatlantik-Insel auf das Coronavirus testen lassen. Nach fünf bis sechs Tagen Quarantäne muss dann ein zweiter Corona-Test vorgenommen werden, wie die isländische Regierung am Freitag nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Die Massnahme gilt bis zum 1. Mai, die Tests sind kostenlos. Bislang konnten Island-Touristen alternativ auch wählen, freiwillig für 14 Tage in Quarantäne zu gehen - in der Praxis bedeutete das aber, dass manche diese Option zwar wählten, am Ende aber nicht einhielten.

Island hat vor allem wegen seiner abgeschiedenen Lage verhältnismässig wenige Neuinfektionen zu beklagen. Im Vergleich zu den Ländern der EU und den restlichen Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) hatte die Insel in den vergangenen Wochen die insgesamt geringsten Neuinfektionszahlen.

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14:05

Der US-Pharmakonzern Pfizer wird vorübergehend die Liefermenge seines gemeinsam mit BioNTech entwickelten Corona-Impfstoffes an europäische Länder senken.

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13:35

In der Türkei sind in den ersten beiden Tagen der Impfkampagne mehr als eine halbe Million Menschen geimpft worden. Bis Freitagmittag wurde das Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac Biotech 523'338 Menschen gespritzt, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das sind vergleichsweise hohe Zahlen. In Indonesien, wo ebenfalls das Sinovac-Mittel zum Einsatz kommt, waren es nach Angaben eines ranghohen Vertreters des dortigen Gesundheitsministeriums in den vergangenen zwei Tagen 15'301 Impflinge. Beim Sinovac-Impfstoff haben sich unterschiedliche Wirkungsraten gezeigt, weshalb es zum Teil Kritik an dem Mittel gegeben hat.

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12:30

In Deutschland hat die Zahl der Impfungen inzwischen die Millionen-Grenze überschritten. "Wir sind jetzt bei einer Million Impfungen", sagt ein Sprecher des Gesundheitsministerium.

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11:00

Frankreich verschärft die Regeln für Einreisen aus Nicht-EU-Ländern. Das negative Ergebnis eines Schnelltests sei ab dem 18. Januar nicht mehr ausreichend, heisst es in einem Regierungsdokument. Stattdessen würden nur negative Ergebnisse von PCR-Tests akzeptiert, deren Ergebnisse Tage dauern können. Die Schnelltests waren zuletzt stark von Lastwagenfahrern genutzt worden, die Waren aus Grossbritannien nach Frankreich bringen. Der Warenverkehr über den Ärmelkanal ist bereits durch den Ausstieg Grossbritanniens aus der EU und der damit verbundenen neuen Formalitäten belastet.

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09:50

Nach den Worten des britischen Verkehrsministers gehen Wissenschaftler davon aus, dass Corona-Impfstoffe auch gegen die neue, in Brasilien entdeckte Variante des Virus wirken. Man habe sich diese Variante sehr genau angesehen und Wissenschaftler gingen zudem davon aus, dass sie ansteckender sei, sagt Grant Shapps der BBC. Wegen dieser Befürchtungen habe man beschlossen, Flüge aus Südamerika und Portugal zu verbieten.

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08:15

Ein Vorschlag, geimpften Personen Erleichterungen zu gewähren, gewinnt vor einem Gespräch der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union an Zugkraft. Denn der Anstieg der Coronavirus-Infektionen dämpft die Hoffnung auf einen raschen Ausstieg aus den Lockdowns. Bei einer Videokonferenz am 21. Januar werden die Staats- und Regierungschefs die Einführung eines "Impfzertifikats" erörtern, das es dem Inhaber ermöglichen würde, frei zu reisen, sagten mehrere Diplomaten, die mit den Vorbereitungen des virtuellen Treffens vertraut sind. Der Vorschlag erfreue sich wachsender Unterstützung, sagte ein EU-Beamter. Ein anderer Diplomat wies jedoch darauf hin, dass es Widerstand von anderen Regierungen gebe und dass so begründete Einschränkungen der Freizügigkeit rechtswidrig sein könnten.

Zum auführlichen Artikel geht es hier.

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07:35

In China ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen so stark gestiegen wie seit über zehn Monaten nicht mehr. Binnen 24 Stunden wurden 144 neue Covid-19-Fälle bekannt, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag in Peking mitteilte. Das ist der höchste Wert seit dem 1. März 2020. Tags zuvor waren es noch 138. Der Nationale Gesundheitskommission zufolge handelt es sich bei 135 der neuen Fälle um lokale Infektionen, von denen 90 in der Provinz Hebei rund um die Hauptstadt Peking und weitere 43 in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang gemeldet wurden.

Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle liegt offiziellen Angaben zufolge nunmehr bei 87.988. Die Zahl der Todesfälle bliebt mit 4635 unverändert. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Die Regierung rechnet bislang nicht damit, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Wenn die Kontrollen und die Vorsorgemassnahmen ordnungsgemäss umgesetzt würden, sei ein massives Wiederaufleben unwahrscheinlich, erklärte die Gesundheitsbehörde CDC zuletzt. Die Neujahrsfeiertage beginnen am 11. Februar und sind üblicherweise eine Hauptreisezeit in China. 

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07:10

Der Kanton Graubünden baut seine Massentests aus und testet neu alle, die das wollen. Auch wenn keine Symptome vorliegen. Auch Bern und Baselland möchten dem Bündner Beispiel folgen. Und beim Bund werden, wie blick.ch berichtet, Gratistests für alle Schweizer nun Thema.

Laut Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) fliessen die Bündner Erfahrungen auch in Überlegungen zur nationalen Teststrategie ein. Gratistests für Symptomlose gibt es allerdings offiziell nicht. Dies hat seine Tücken: Es gibt zwar keine genauen Zahlen, doch laut Schätzungen haben bis zu 40 Prozent der Corona-Infizierten keine Symptome. Zwar ist es dank den neuen Schnelltests heutzutage einfacher an einen Test zu kommen als am Anfang der Pandemie. Doch Gratistests für Menschen, die mit gutem Gewissen ihre Grosseltern besuchen wollen, gibt es nach wie vor nicht. Laut Mathys ist dies aber nun in Diskussion.

Solche Gratistests würden auch die Wirtschaftswissenschaftler der Taskforce des Bundes begrüssen. "Das war ein Vorschlag, der die Expertengruppe von Anfang an unterstützt hat", so Ökonomin Monika Bütler. "Die Kosten sind im Vergleich zum Nutzen relativ gering."

Etwas zurückhaltender ist Taskforce-Präsident Martin Ackermann. Er warnt vor zu hohen Erwartungen. Zwar könne das Testen im grossen Stil wirksam sein, um Viren aus der Bevölkerung zu entfernen. Der Effekt sei aber nur kurzzeitig. Kontakte und Mobilität müssen reduziert werden, damit sich Ansteckungen nicht weiter ausbreiten. Ackermann: "Die Tests sind deshalb kein Ersatz für wirksame Corona-Massnahmen und können deshalb nur Teil der Gesamtstrategie sein."

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06:40

Frankreich verschärft die Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie und verweist auf die Gefahr durch eine ansteckendere Virus-Variante. Die tägliche Ausgangssperre werde ab Samstag ab 18:00 Uhr statt wie bislang ab 20:00 Uhr gelten, kündigte Ministerpräsident Jean Castex am Donnerstag an. Er verwies auf eine deutlich geringere Zahl von Neuansteckungen in den Regionen, die bereits strengere Regeln eingeführt haben. Sorgen bereitet den Gesundheitsbehörden die zuerst in Grossbritannien nachgewiesene, ansteckendere Variante des Virus. "Wir müssen alles tun, um zu verhindern, dass diese Variante sich in Frankreich ausbreitet", sagte Gesundheitsminister Olivier Veran. Im Moment sei sie für ein Prozent der Fälle verantwortlich.

Castex kündigt in diesem Zusammenhang auch strengere Grenzkontrollen an: Wer von ausserhalb der EU nach Frankreich einreisen will muss einen negativen Corona-Test vorweisen und sich eine Woche lang in Quarantäne begeben. Finanzminister Bruno Le Maire kündigte seinerseits weitere Massnahmen für Unternehmen an. Ihre Hilfen werden demnach auf bis zu 200'000 Euro pro Monat aufgestockt, für die Rückzahlung der staatlich verbürgten Corona-Kredite erhalten sie ein zusätzliches Jahr Zeit. Die Regierung werde so lange Finanzhilfe leisten wie nötig, sagte Le Maire.

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06:10

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) steigt die Zahl der Positiv-Tests in Deutschland über die Marke von zwei Millionen. Gemeldet werden 22'368 neue Fälle. Die Gesamtzahl beträgt damit 2'000'958. 1113 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle liegt damit nun bei 44'994. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 146,1 (Vortag: 151,2). Die Kenngrösse liegt deutlich über der Zielmarke von Bund und Ländern, die 50 beträgt. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden.

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23:45

Weltweit haben sich über 92,22 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,979 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 22,913 Millionen Infektionen und 384'481 Todesfällen.

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22:30

Der designierte US-Präsident Joe Biden will ein neues Corona-Hilfspaket von 1,9 Billionen Dollar schnüren und damit die weltgrösste Volkswirtschaft wieder in Schwung bringen. Darin enthalten seien weitere Direkthilfen an die US-Bürger von jeweils 1400 Dollar, wie Mitarbeiter von Biden am Donnerstag auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten sagten. Die zusätzliche Arbeitslosenversicherung soll von derzeit 300 auf 400 Dollar pro Woche erhöht und obendrein bis September verlängert werden. Insgesamt sind etwa eine Billion Dollar an direkten Hilfen für private Haushalte vorgesehen. Weitere 415 Milliarden Dollar sollen für den Kampf gegen das Virus und für die Impfkampagne mobilisiert werden. 440 Milliarden Dollar sollen an kleinere Unternehmen und Kommunen fliessen, die besonders von der Pandemie betroffen sind. Biden selbst will die Pläne noch im Tagesverlauf in einer Fernsehansprache zur besten Sendezeit vorstellen.

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20:15

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im CDU-Präsidium nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen "sehr schnelles Handeln" gegen die Ausbreitung der Virus-Mutationen gefordert. Die Mutationen entwickelten sich sehr schnell, habe sie gewarnt. Es müsse sehr rasch gehandelt werden. Merkel habe dafür plädiert, das für den 25. Januar geplante Bund-Länder-Treffen vorzuziehen.

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20:00

Frankreich meldet einen Rückgang bei der Zahl der Neuinfektionen von 23'852 auf 21'228. Allerdings stieg die der der Krankenhausfälle um 248 auf 25'017 und die der Intensivbehandlungen um 15 auf 2726. Zudem wurden 282 weitere Todesfälle verzeichnet.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)