+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet 372 neue Coronavirus-Ansteckungen in der Schweiz – Schweiz bestätigt Teilnahme an Impfstoffbeschaffungs-Initiative – Deutscher Gesundheitsminister rät von Auslandreisen in Herbst-/Winterferien ab

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
25.09.2020 15:50
Corona-Hinweisschild auf dem Uetliberg in Zürich im Juli 2020.
Corona-Hinweisschild auf dem Uetliberg in Zürich im Juli 2020.
Bild: cash

Zum Coronavirus-Update von cash.ch vom Samstag, 26. März, geht es hier.

18:10

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten. "Man kann ja auch Urlaub im Inland machen", sagte der CDU-Politiker am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". In den Reisewarnungen der Regierung für Risikogebiete heisse es, man solle auf unnötige Reisen verzichten und das seien nun mal Urlaubsreisen. Es habe sich in der Corona-Pandemie immer wieder gezeigt, dass Reiserückkehrer verstärkt das Virus einschleppten. "Ich finde, für Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen", sagte Spahn. Das sei zwar hart für die Reiseveranstalter, aber in der derzeitigen Lage nicht zu ändern.

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15:50

Die Schweiz hat ihre Teilnahme an der globalen Covax-Initiative bestätigt und kann so Covid-19-Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung beschaffen. Mit der Initiative sollen weltweit insgesamt rund zwei Milliarden Impfdosen bereitgestellt werden.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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14:40

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Freitag die Liste der Länder mit erhöhtem Corona-Infektionsrisiko aktualisiert. Neu aufgenommen hat es namentlich Grossbritannien, Portugal und Belgien. Quarantänepflicht herrscht damit für 59 Staaten und Staatenverbünde.

Die neue Liste tritt am Montag, 28. September, in Kraft, wie das BAG mitteilte. Wer aus einem der Risikoländer einreist, muss zehn Tage in Quarantäne. Am Freitag war das bei insgesamt 10'148 Heimgekehrten der Fall. Bei der letzten Anpassung vom 11. September hatte das BAG 55 Staaten als Risikogebiete eingestuft.

Neu hat das Bundesamt neben Portugal, Belgien und Grossbritannien unter anderen auch Dänemark, Irland, Island, Slowenien, Ungern oder Marokko in die Liste aufgenommen. Im Nahen Osten gilt Oman wieder als Risikoland.

Die aktualisierte Liste enthält zudem neu die Gebiete der Bretagne in Frankreich, Ligurien in Italien sowie die Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich in Österreich. Gestrichen hat das BAG in Europa Kosovo und San Marino.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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14:25

Mit seinen 85 Metern ist es das höchste Hotel der Schweiz. Das Swissôtel in Oerlikon, Zürich. Nun macht es seine Türen wegen der Corona-Krise per Ende November dicht. 270 Angestellte verlieren ihren Job.

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13:55

Wegen der stark steigenden Infektionszahlen haben die Behörden den teilweisen Lockdown in Madrid verschärft. Die Regionalverwaltung weitete am Freitag die Sperrmassnahmen auf acht weitere Teile der spanischen Hauptstadt aus. Damit sind nun mehr als eine Million Menschen in 45 Gebieten in der Millionenmetropole davon betroffen. Die Zentralregierung empfahl sogar einen Lockdown in ganz Madrid, wie Gesundheitsminister Salvador Illa mitteilte. Madrids Regionalpräsidentin Isabel Diaz Ayuso hatte Anfang der Woche die Armee zur Hilfe bei der Eindämmung des Virus gerufen. Am vergangenen Wochenende war es wegen der Abriegelungen zu Protesten gekommen.

Die Regionalpräsidentin hatte in der vergangenen Woche auch erklärt, es müsse ein vollständiger Lockdown vermieden werden, um eine wirtschaftliche Katastrophe zu verhindern. Der dicht besiedelte Grossraum Madrid mit seinen rund sieben Millionen Einwohnern macht mehr als ein Drittel der Krankenhauseinweisungen in der Corona-Krise in Spanien aus. Landesweit war die Zahl der Infektionen am Donnerstag nach der Meldung von mehr als 10'000 neuen Fällen auf über 704'000 gestiegen. Das sind die meisten in Europa. Spanien gehört zu den Ländern in Europa, in denen sich das Virus wieder am schnellsten ausbreitet.

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13:45

In England schiesst die Zahl der Neuinfektionen pro Tag in die Höhe. Das Statistische Büro rechnet hoch, in der Woche zum 19. September sei die Zahl pro Tag auf 9600 gestiegen. In der Vorwoche habe der Wert bei 6000 gelegen.

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13:00

Aus der Schweiz und Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag 372 Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 369. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 385, vor einer Woche bei 435. Zudem wurden 10 neue Spitaleinweisungen und 2 neue Todesfälle gemeldet.

Am Donnerstag hatte das BAG 391 neue Ansteckungen gemeldet. Am Mittwoch waren es 437 und am Dienstag 286. Am Montag hatte das Amt erstmals die Zahlen für das ganze Wochenende und den Freitag bekannt gegeben. Insgesamt waren für die drei Tage 1095 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus in der Schweiz und in Liechtenstein gemeldet worden.

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In Spanien und Frankreich wächst der Druck auf die Kliniken, mehr Intensivkapazitäten bereitzustellen. Im Grossraum Madrid ist die Zahl der belegten Intensivbetten am Donnerstag nach offiziellen Daten auf 39 Prozent gestiegen, verglichen mit 25 Prozent Ende letzter Woche. Doch nach Aussage von Miguel Hernan, Harvard-Professor und ehemaliger Berater der spanischen Regierung, spiehelt dieser Wert die tatsächliche Belastung nicht wieder. Die Intensivkapazität sei tatsächlich fast voll ausgeschöpft. “Wir stehen wieder vor einer ernsten Notlage im Gesundheitswesen”, erklärte Hernan auf Twitter. “Die Intensivbetten sind unsere letzte Verteidigungslinie”.

In Frankreich füllen sich die Kliniken in und um Marseille. Die Lage entwickele sich hier “sehr schnell”, sagte der französische Gesundheitsminister Olivier Veran. Die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten liege bereits bei mehr als 30 Prozent, und die Regierung müsse Massnahmen ergreifen.

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11:20

Auch Polen verzeichnet mit 1587 neuen Infektionen einen Rekordanstieg an Corona-Fällen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das Land mit seinen insgesamt 38 Millionen Einwohnern hat insgesamt 84'396 Infektionen und 2392 Tote bestätigt.

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11:00

Die russischen Behörden melden 7212 Neuinfektionen und damit den höchsten Tagesanstieg seit dem 23. Juni. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle liegt damit bei über 1,136 Millionen. Allein in der Hauptstadt Moskau nahmen die bestätigten Ansteckungen um fast die Hälfte zu, sie stiegen auf 1560 von 1050 am Vortag. 108 weitere Menschen starben in Russland im Zusammenhang mit einer Infektion. Die Gesamtzahl der Toten liegt damit bei 20'056.

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10:30

Wie die Staatskanzlei im Kanton St. Gallen in einer Mitteilung schreibt, sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen leicht angestiegen – betroffen sind vor allem Personen zwischen 18 und 30 Jahre. Die Regierung hat deshalb basierend auf ihrem 3-Stufen-Plan weitere Massnahmen beschlossen: Clubs und Bars müssen ab Freitag die Kontaktdaten ihrer Gäste selber kontrollieren. Die Regierung empfiehlt Mittelschulen und Berufsfachschulen, in deren Verkehrsflächen, eine Maskenpflicht einzuführen.

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09:50

Blick.ch berichtet, dass 2500 Hotelfachschüler nach einer Party im Corona-Hotspot Lausanne in Quarantäne sind. Sie tanzten vor dem Club-Lockdown trotz explodierender Fallzahlen im Lausanner "D! Club" dicht an dicht - ohne Schutzmaske. 

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09:15

Sieben von zehn Personen befürworten laut einer neuen Umfrage eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen und wünschen sich einheitliche Regeln für die ganze Schweiz. Jeder Fünfte findet, die Behörden hätten überreagiert. Impfen wird es schwer haben.

Die Mitte September im Auftrag des "Migros-Magazin" durchgeführte Studie ist am Freitag veröffentlicht worden. Demnach befürworten 68 Prozent der 1031 repräsentativ befragten Personen eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen. 67 Prozent sind verwirrt über die unterschiedlichen Bestimmungen von Kanton zu Kanton.

Den vollständigen Bericht lesen Sie hier.

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08:20

Der weltberühmte Karneval von Rio de Janeiro fällt im kommenden Februar wegen der Corona-Pandemie aus. Das Spektakel werde für unbestimmte Zeit verschoben, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

"Wir sind zu der Schlussfolgerung gelangt, dass das Ereignis verschoben werden muss", erklärte der Chef des Sambaschulen-Verbandes Liesa, Jorge Castanheira. Der Verband organisiert die aufwändigen und spektakulären Karnevalsparaden.

Die Sambaschulen hätten nicht ausreichend Zeit und genügend finanzielle wie organisatorische Ressourcen, um die Karnevalsparaden bis Februar vorzubereiten, sagte Castanheira. Beim Karneval von Rio feiern jedes Jahr Millionen von Menschen in den Strassen und an den Stränden.

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06:30

Zahlen von Schweizer Intensivstationen zeigen, dass nicht nur ältere Menschen schwer an Corona erkranken. Es trifft immer wieder auch jüngere Menschen, die keine Vorerkrankung haben, wie Blick berichtet.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in der Schweiz zwischen 800 und 1000 Menschen auf einer Intensivstation behandelt. Dabei war die Mehrheit von ihnen über 60 Jahre alt. Trotzdem: 40 Prozent waren jünger als 60 – jeder Sechste sogar war jünger als 50. Von den unter 40-Jährigen hatten über 75 Prozent keine Vorerkrankungen.

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05:50

In Deutschland steigt die Zahl der Positiv-Tests nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) um 2153 auf 280'223. Weitere 15 Menschen sind gestorben, die positiv getestet wurden. Damit wächst die Zahl der Todesfälle auf 9443.

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04:30

In den USA sind mittlerweile in mehr als sieben Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ergeben Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahl entspricht mehr als 20 Prozent der weltweiten Positiv-Tests. Die USA liegen damit auf Platz eins, gefolgt von Indien mit 5,7 Millionen Fällen und Brasilien mit 4,6 Millionen. Die Zahl der Gestorbenen, die positiv getestet wurden, überstieg in den Vereinigten Staaten vor ein paar Tagen die Marke von 200'000.

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03:50

In Mexiko sind mittlerweile mehr als 75'000 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Daten des Gesundheitsministeriums um 490 auf 75'439. Das ist weltweit der vierthöchste Stand hinter den USA, Brasilien und Indien. Die Zahl der Positiv-Tests in Mexiko legte um 5408 auf 715'457 zu.

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01:45

Brasilien will der internationalen Impfstoff-Kooperation Covax beitreten. Dazu werde Präsident Jair Bolsonaro mit Verordnungen die rechtliche Basis schaffen, teilt sein Büro mit. Für die Sicherung von Corona-Impfstoffen über Covax seien 2,5 Milliarden Real (388 Millionen Euro) vorgesehen.

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01:00

Angesichts der zunehmenden Zahl von Corona-Risikogebieten in der EU und anhaltenden Reisewarnungen für das aussereuropäische Ausland sieht sich die deutsche Tourismusbranche in einer Überlebenskrise. "Die Situation in der Reisewirtschaft ist existenzbedrohend", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Umsätze lägen derzeit lediglich bei einem Viertel der Vorjahresumsätze. "Eine Besserung ist nicht in Sicht."

00:00

Mit 6634 neuen registrierten Fällen von Corona-Infektionen hat Grossbritannien den höchsten Stand innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie erreicht. Das teilte die zuständige Regierungsbehörde am Donnerstag mit. Allerdings wurde im Frühjahr noch deutlich weniger getestet - das heisst, mehr Fälle blieben unentdeckt. 40 weitere Menschen starben an oder mit einer Coronavirus-Infektion. Mit mehr als 40'000 Toten ist das Vereinigte Königreich in absoluten Zahlen das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa.

Angesichts der stark steigenden Zahlen gelten auch wieder schärfere Schutzmassnahmen: Pubs und Restaurants müssen in England um 22 Uhr schliessen. Zudem wurde die Maskenpflicht auf Taxis und weitere Geschäfte ausgeweitet. Die Regierung forderte Arbeitnehmer auf, wenn möglich, wieder von zuhause aus zu arbeiten.

Führende Gesundheitsexperten halten die Massnahmen für nicht weitreichend genug. In Schottland und Nordirland gelten bereits schärfere Regeln - dort dürfen sich bis auf wenige Ausnahmen keine verschiedenen Haushalte mehr miteinander treffen.

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(cash/Reuters/Bloomberg/AWP/SDA)