+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG registriert 1894 neue Fälle in der Schweiz - Bleiben Covid-Tests doch gratis? - Zertifikatspflicht kostet Restaurants 17 Prozent Umsatz - Swiss fliegt ab Winter gleich viele Ziele an wie vor Corona

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
22.09.2021 18:20
Maschinen von Swiss und Edelweiss im Sommer 2020.
Maschinen von Swiss und Edelweiss im Sommer 2020.
Bild: imago images / Aviation-Stock

18:20

Eine Tageszusammenfassung zur Corona-Lage in der Schweiz finden Sie hier.

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16:55

Die deutsche Bundesregierung hat nach eigener Auskunft bislang 5,3 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungs- und Schwellenländer gespendet. Davon wurden nach Angaben des Auswärtigen Amtes gut 1,7 Millionen Dosen bilateral und rund 3,5 Millionen Dosen über die internationale Impfinitiative Covax ausgeliefert. Weitere rund fünf Millionen Dosen sollen in Kürze bilateral an Vietnam, Ägypten und Ghana gehen. Weitere knapp 4,8 Millionen Dosen werde Covax bald erhalten. Deutschland will bis Jahresende 100 Millionen Impfdosen direkt spenden und gehört zudem zu den Hauptfinanciers von Covax.

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14:50

Der Covid-19-Impfstoff des chinesischen Unternehmens Clover Biopharmaceuticals hat in einer grossen klinischen Studie nach Angaben des chinesischen Biotechunternehmens eine Wirksamkeit von 67 Prozent gezeigt. Gegen die hochansteckende Delta-Variante habe diese bei 79 Prozent gelegen. Gegen mittelschwere bis schwere Erkrankungen habe das Vakzin einen Schutz von 83,7 Prozent geboten sowie Krankenhausaufenthalte und schwere Fälle vollständig verhindert, teilt Clover mit.

Die Daten aus der Studie mit 30.000 Teilnehmern aus den Philippinen, Kolumbien, Brasilien, Süd Afrika und Belgien will Clover noch im vierten Quartal bei der WHO, in China und Europa für eine Zulassung einreichen. Über 400 Millionen Dollar sollen über die Impfstoff-Allianz Covax an ärmere Länder gehen.

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13:55

Die Gesundheitsministerkonferenz in Deutschland hat ein Ende der Entschädigungszahlungen für Ungeimpfte in Quarantäne spätestens zum 1. November beschlossen. Das gibt das bayerische Gesundheitsministerium bekannt, das den Vorsitz hat.

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13:40

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 1894 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Mittwoch veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1645. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 1747, vor einer Woche bei 2381.

Zudem wurden 63 neue Spitaleinweisungen und 5 neue Todesfälle gemeldet.

Bislang sind 53,88 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft.

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13:10

Die Swiss fliegt im Winter wieder gleich viele Ziele an wie im Winter 2019 vor der Coronapandemie. Insgesamt würden 90 Destinationen bedient, teilte die Schweizer Airline am Mittwoch bei der Veröffentlichung des ersten Teils ihres Winterflugplans mit.

Allerdings fliegt die Swiss weniger häufig: Insgesamt sei geplant, im Winterflugprogramm wieder rund die Hälfte der Kapazität von 2019 anzubieten, gab die Lufthansa-Tochter bekannt. Ab Zürich stehen den Passagieren 81 Destinationen zur Auswahl, ab Genf 26.

Ziel sei es, den Kunden eine grösstmögliche Zahl an Verbindungen und Anschlussmöglichkeiten zu bieten, hiess es. So würden einige klassische Sommerziele vor allem in der Mittelmeerregion sowie in Südost- und Osteuropa auch im Winter angeflogen wie beispielsweise Alicante, Malta, Marseille, Palermo und Thessaloniki. Zudem werden Sarajewo, Tallinn und Tirana bedient.

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11:35

Die Einführung der Zertifikatspflicht in Bars und Restaurants führt offenbar zu Umsatzverlusten.Erste Echtzeit-Daten zeigen, dass allein vergangene Woche fast 20 Millionen Franken weniger für Restaurantbesuche ausgegeben wurden, wie der "Tages-Anzeiger" schreibt. 

Konkret wurden vergangene Woche in Schweizer Restaurants rund 18,9 Millionen Franken weniger ausgegeben, was einen Rückgang von fast 17 Prozent ausmacht. Zur Einordnung: In der Woche vor der Zertifikatspflicht haben Gäste in Gastrobetrieben für 113,2 Millionen Franken konsumiert.

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10:50

Grossbritannien greift Südkorea bei der Versorgung mit Corona-Impstoffen von Biontech und Pfizer unter die Arme. Die beiden Länder vereinbarten, dass Grossbritannien eine Million Dosen des Vakzins, die es aktuell nicht benötige, Südkorea abgebe. Das asiatische Land verpflichtete sich derweil, die gleiche Menge bis Ende des Jahres zurückzuliefern. "Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Freunden in Südkorea wird dieser Austausch von Impfstoff die Geschwindigkeit bei der Verabreichung maximieren, ohne das britische Impfstoffprogramm zu beeinträchtigen", sagt der britische Gesundheitsminister Sajid Javid.

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10:00

Über 260'000 Personen haben eine Petition unterschrieben, die weiterhin kostenlose Covid-Tests fordert. Die Petitionärin Maja Balmer hat die Unterschriften am Mittwoch der Bundeskanzlei überreicht. Darin fordert sie zusammen mit 261'590 Personen den Bundesrat auf, die Corona-Tests zur Erlangung eines Covid-Zertifikats weiter gratis anzubieten, "genauso gratis, wie die Impfungen sind". So wäre die neue Zertifikatspflicht annehmbar und eine Zweiklassengesellschaft könnte vermieden werden.

Denn die Ausweitung der Zertifikatspflicht bedeute für 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung, dass für sie "das öffentliche Leben und die Möglichkeit, Gemeinschaft zu leben", kostenpflichtig werde, hiess es in der Petition. Weil sich viele Bürgerinnen und Bürger diese Tests für 80 bis 120 Franken nicht leisten könnten, würden sie vom öffentlichen Leben praktisch ausgeschlossen.

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07:00

Finanzminister Ueli Maurer will die Gratis-Tests offenbar nun doch beibehalten. Aber im Bundesrat steht er auf verlorenem Posten, wie blick.ch schreibt. Der Druck aus dem Parlament aber soll noch erhöht werden, sodass sich die Regierung zu einem Kompromiss durchringen könnte.  Der Bundesrat soll in seiner Sitzung vom Freitag laut Quellen nochmals über die Bücher gehen. Finanzminister Ueli Maurer will in der Regierung einen Antrag einreichen, die Gratis-Tests nun doch beizubehalten. Das bestätigen mehrere Quellen gegenüber blick.ch. 

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06:30

Der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet bis zum kommenden Frühjahr eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit das Ende der Pandemie in Deutschland. "Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren", sagt der CDU-Minister der "Augsburger Allgemeinen" einem Vorabbericht zufolge. Herdenimmunität werde immer erreicht, die Frage sei nur ob durch Impfung oder Ansteckung. "Die Impfung ist definitiv der sicherere Weg dorthin", so Spahn.

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05:20

Das Robert-Koch-Institut meldet 10'454 neue Positiv-Tests in Deutschland. Das sind 2001 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 12.455 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf weiter auf 65,0 von 68,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 71 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 93.123. Insgesamt fielen in Deutschland bislang fast 4,16 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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04:40

Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga ist in New York positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die brasilianische Regierung mitteilt, begleitet Queiroga Präsident Jair Bolsonaro zur Generalversammlung der Vereinten Nationen und werde sich dort nun in Quarantäne begeben. "Dem Minister geht es gut", heisst es in einer Erklärung. Die übrigen Mitglieder der Delegation seien negativ auf das Virus getestet worden.

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Die Chefökonomin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Gita Gopinath, ruft zu einem besseren Handeln und grösserer Verantwortlichkeit im internationalen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf. "Es reicht nicht aus, Ankündigungen und Zusagen zu machen, man muss sie auch einhalten", sagt Gopinath in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Nur so könne sichergestellt werden, dass bis Ende 2021 40 Prozent aller Menschen weltweit geimpft seien. Vor allem grosse Volkswirtschaften müssten ihre Impfstofflieferungen erhöhen, um ihre Zusagen einzuhalten.

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23:00

In Lausanne sind schätzungsweise 2000 Menschen am Dienstagabend auf die Strasse gegangen und haben gegen das Covid-Zertifikat demonstriert. Initiiert wurde der unbewilligte Protest von Studierenden, die sich gegen die Zertifikatspflicht an Hochschulen wehren.

Die Demonstranten versammelten sich gegen 18:00 Uhr im Norden der Stadt. Sie hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie etwa den "Pass der Schande" anprangerten und den Rücktritt von Gesundheitsminister Alain Berset forderten. Aus den Reihen der Demonstrierenden wurde ein "gleicher Zugang zur Bildung für alle" sowie das Ende der "Stigmatisierung" etwa von Ungeimpften gefordert.

Die Kundgebung zog anschliessend durch die Innenstadt, wo die Menge "Liberté, liberté, liberté!" (auf Deutsch: Freiheit, Freiheit, Freiheit) skandierte und sich gegen 19:30 Uhr auflöste, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Die Demonstration verlief ohne grössere Zwischenfälle und wurde von Polizeibeamten begleitet.

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22:00

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über die gemeinsame Anschaffung eines Covid-19-Medikaments des Pharmaunternehmens Eli Lilly abgeschlossen. 18 EU-Staaten beteiligten sich am gemeinsamen Kauf von 220 000 Behandlungen eines Medikaments mit sogenannten monoklonalen Antikörpern, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit.

Es handele sich um die Kombination der beiden monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab zur Behandlung von Covid-Patienten, die keinen Sauerstoff brauchen, bei denen jedoch die Gefahr einer schweren Erkrankung bestehe. Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion ausser Gefecht setzen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit eine Zulassung des Antikörper-Cocktails. Die Frage, ob Deutschland unter den 18 teilnehmenden Ländern ist, blieb zunächst offen. Die EU-Kommission hat bereits Verträge für andere Medikamente abgeschlossen.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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21:30

Vor dem Online-Gipfel zur Corona-Pandemie von US-Präsident Joe Biden hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die mangelnde Bereitschaft einiger Länder bei der Verteilung von Vakzinen verurteilt. Angesichts von Millionen Toten und Dutzenden Millionen Infizierten sei es "eine Schande für die Menschheit, dass der Impf-Nationalismus immer noch mit verschiedenen Methoden weitergeführt wird", sagte Erdogan am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

US-Präsident Biden hat für diesen Mittwoch einen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie einberufen. Ziel ist es, Staats- und Regierungschefs mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen, um sich auf eine "gemeinsame Vision zur Bekämpfung" von Corona zu einigen, hiess es vorab aus dem Weissen Haus. Zentrales Thema bei dem Treffen sei die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Bei der Verteilung vor allem des Zugangs zu Impfstoffen gibt es grosste Ungleichheiten in der Welt. In Afrika sind beispielsweise erst etwa drei Prozent der Menschen geimpft.

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19:30

Das Corona-Impfzertifikat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist in den sozialen Medien aufgetaucht. Der QR-Code mit Angabe von Namen und Geburtsdatum Macrons sowie seinen Impfinformationen sei aufgrund eines Fehlverhaltens im Netz gelandet, hiess es am Dienstag aus dem Élyséepalast in Paris.

Ob der Code ausgetauscht werde, sei noch unklar. Dem Élysée zufolge haben Frankreichs Gesundheitskräfte Zugriff auf ein zentralisiertes System mit Corona-Impfzertifikaten. Aus dem Kreise dieses Personals sei Macrons QR-Code aus Versehen oder mit Absicht in Umlauf gebracht worden.

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18:15

Argentinien lockert die Corona-Massnahmen. Die Maskenpflicht im Freien wird aufgehoben, Grossveranstaltungen sind ab dem 1. Oktober wieder möglich und auch die Grenzen werden für geimpfte Personen wieder geöffnet. Wer noch nicht geimpft ist, muss in Quarantäne und sich testen lassen,  das verkündetet Gesundheitsministerin Carla Vizzotti. 

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(cash/Bloomberg/Reuters/AWP)