+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: 97 neue Fälle in der Schweiz - Bundesrat Ueli Maurer kommt bei Corona-App «nöd druus» - Weltweit noch nie so viele Neuinfektionen an einem Tag

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
04.07.2020 20:24
Bundesrat Ueli Maurer hat Schwierigkeiten mit der Corona-App.
Bundesrat Ueli Maurer hat Schwierigkeiten mit der Corona-App.

Zum Coronavirus-Ticker vom Sonntag, den 5. Juli, geht es hier.

+++

19:15

Die Zahl der Neu-Infektionen in den USA verharrt über der Marke von 50'000. Zuletzt habe es 52'492 neue Fälle gegeben, teilt das Zentrum für Seuchenkontrolle (CDC) mit. Am Freitag waren es 53'301 gewesen, am Donnerstag 54'357. Insgesamt gibt es damit jetzt den Angaben zufolge rund 2,785 Millionen bestätigte Erkrankungen. Die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen steigt um 749 auf 129'297.

+++

19:00

Die Zahl der globalen Neuinfektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO auf ein Rekordhoch. Mit 212'326 liege die Zahl so hoch wie nie zuvor an einem Tag. Davon entfallen knapp 130'000 auf die WHO-Region "Americas", zu der 35 Staaten in Nord-, Mittel- und Südamerika inklusive den USA gehören. In Europa gab es demnach zuletzt knapp 20'000 neue Fälle. Insgesamt liegt die Zahl der Infizierten nach WHO-Zählung damit weltweit bei rund 10,9 Millionen. Die Zahl der Toten steigt um 5134 auf 523'011. Auch hier liegt die Region Americas mit rund 259.000 vorn, in Europa gab es knapp 200'000.

+++

16:00

Die Schweiz hat nach den Worten der früheren Bundesrätin Doris Leuthard zu spät auf die Coronavirus-Krise reagiert. Der Lockdown sei zehn Tage bis zwei Wochen zu spät gekommen, sagte die ehemalige CVP-Magistratin in einem Interview mit dem TV-Sender CNN Money Switzerland. Die Regierung habe bei der Durchsetzung der Corona-Massnahmen insgesamt eine gute Arbeit geleistet. Die Politik hätte aber früher reagieren sollen. Im Nachhinein sei man allerdings immer gescheiter, sagte Leuthard.

+++

15:00

Die Schweizer Corona-Warn-App zählt bereits über eine Million Nutzer. Bis am Freitagabend installierten und nutzen 1'007'199 Menschen aktiv die Anwendung auf ihren Mobiltelefonen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Samstag mitteilte. Die Swiss-Covid-App war vor neun Tagen vom Bund lanciert worden. Sie warnt Benutzer, falls diese engen Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten. Sie soll dem Bundesrat zufolge als technisches Hilfsmittel für die klassische Kontaktverfolgung (Contact Tracing) dienen und helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Ausgerechnet Bundesrat Ueli Maurer gehört zu denen, welche die Corona-App nicht benützen. "Nei, machi au nöd. Ich chume nöd druus mit däm Zügs", sagte Maurer in der SRF-Radiosendung "Samstags-Rundschau" auf die Frage, ob er die App schon heruntergeladen habe. Auch auf das Maskentragen habe er im öffentlichen Verkehr bisher verzichtet, denn er fahre nur sehr früh oder ganz spät mit dem Zug. Oft sei er dann ohnehin ganz allein.

+++

14:45

Auch in der abgelaufenen Woche legten die Börsen weltweit zu. Der Swiss Market Index stieg 0,8 Prozent, der Dow Jones in den USA 0,3 Prozent, der Nasdaq 2,4 und der deutsche Dax rund vier Prozent. Damit liegt der Dax fast 50 Prozent über seinen Tiefs vom März. 

Noch kein Trading-Konto?

  • Nur 29 Franken Courtage pro Online-Trade
    • ob Aktien, Fonds, Anleihen oder Strukturierte Produkte
    • Zugang zu allen wichtigen Börsenplätzen weltweit
  • Gratis Realtime-Kurse im Wert von 1'298 Franken pro Jahr (ab Depotwert 20'000 Franken)
  • Auf Wunsch telefonische Beratung

Mehr erfahren...

+++

14:00

Erstmals seit der Lockerung der Coronamassnahmen in Spanien ist wieder eine Grossstadt wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte der katalanische Regionalpräsident Quim Torra am Samstag mit. In der katalanischen Region Segrià mit der Grossstadt Lleida seien insgesamt 200'000 Menschen betroffen.

Die Quarantäne gelte ab Samstag 12.00 Uhr. Danach dürfe niemand mehr in die Stadt und umliegende Gemeinden im Westen der Provinz reisen oder sie verlassen, ausser um zur Arbeit zu gelangen. Bewohner der Quarantäneregion dürften jedoch einmalig noch bis 16.00 Uhr an ihren Wohnort in der Zone zurückkehren. Die Polizei errichtet Kontrollposten an den Zufahrtsstrassen. Ein Lockdown innerhalb der Quarantänezone sei bisher noch nicht nötig. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden waren am Freitag 4030 Infektionsfälle in der Region registriert. Das seien 60 mehr als am Donnerstag gewesen, als ein Anstieg um 128 Fälle im Vergleich zum Mittwoch festgestellt worden war. Im Laufe der Woche seien es insgesamt 365 Fälle gewesen.

+++

13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 97 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Zuvor überschritt die Zahl dreimal in Folge damit die Hundertermarke.

Insgesamt gab es bisher 32'198 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mitteilte. Am Donnerstag wurden 116 neue Fälle gemeldet, am Mittwoch 137, am Freitag waren es 134. Die 137 Neuinfektionen am Mittwoch stellten gegenüber dem Dienstag mehr als eine Verdoppelung dar. Am Montag waren dem BAG noch 35 neue Ansteckungen gemeldet worden.

+++

12:00

Russland meldet 6632 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Fälle steigt damit auf 674'515. 168 Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilen die Behörden mit. Die Gesamtzahl der Toten erhöht sich damit auf 10'027.

+++

10:10

Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, die am Montag in Kraft tritt, ist laut Bundesrat Alain Berset eine Folge der steigenden Zahl an Neuinfektionen und der zunehmenden Reisen nach dem Lockdown. Eine Rolle spiele auch mangelnde Disziplin. Viele Menschen trügen in Zügen, Trams und Bussen keine Maske, obwohl der Bundesrat dies dringend empfohlen habe, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, sagte Berset in einem Interview mit dem "Blick".

Die Maskenpflicht sei ferner auf Wunsch der Kantone und den Empfehlungen der Spezialisten verfügt worden. Da Schulen, Läden und Restaurants im Lockdown geschlossen gewesen seien, habe die Maskenfrage damals keine so grosse Rolle gespielt. Wichtig sei zu diesem Zeitpunkt gewesen, dass das Pflegepersonal genügend Masken gehabt habe. Berset bestätigte Vermutungen, dass die Lager zu Beginn der Coronakrise zu wenig gefüllt und Masken schwierig zu beschaffen gewesen seien.

Nun, da alle wieder mobiler seien, seien Masken nötig, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne. Die Kantone hätten nach der Herabstufung auf die besondere Lage die Führung bei den Schutzmassnahmen. Der Bund erlasse die grundlegenden Regeln. "Alle müssen dranbleiben. Wir können das Virus nur erfolgreich bekämpfen, wenn wir das gemeinsam tun. Jeder und jede Einzelne muss mithelfen. Wenn wir nicht geeint sind, gewinnt das Virus", warnte der Gesundheitsminister.

+++

09:45

Epidemiologen zeigen sich sehr beunruhigt über den jüngsten Anstieg bei den Corona-Infektionen. "Der Trend geht derzeit ganz klar in die falsche Richtung", sagte Christian Althaus, Mitglied der Task-Force-Covid-19 des Bundes, in der Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens SRF. Daher hätten die Wissenschaftler nochmals eine Warnung herausgeben, dass Orte wie Clubs, Bars und Diskotheken mit vielen Personen zu vermeiden seien. Die Lockerungen in diesem Bereich seien zu früh gekommen. Sie könnten das Contact Tracing an den Anschlag bringen.

Sofortiges Handeln sei unerlässlich. Die Situation sei sehr alarmierend. Die Schweiz befindet sich wieder in einem exponentiell steigenden Corona-Verlauf. Es gehe dann sehr schnell, dass sich die Zahlen verdoppelten. Würden neue Massnahmen beschlossen, so würden diese erst mit einer Verzögerung wirken. Nun sei Zeit zu handeln.

+++

09:00

Unmittelbar vor der Wiedereröffnung der Pubs in England hat die britische Regierung die Kneipengänger vor Exzessen gewarnt. "Man könnte hinter Gittern landen, wenn man das Gesetz bricht", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock laut "Daily Mail". Betrunkene Schläger würden eingesperrt, wenn sie am "Super-Samstag" randalieren würden. Briten könnten "heute auf jeden Fall" in die Bar gehen, aber sie müssten vernünftig sein. Ab 7 Uhr am Samstagmorgen durfte bereits das erste frischgezapfte Pint seit mehr als drei Monaten bestellt werden. Er werde aber nicht davor zurückschrecken, Pubs und Restaurants wieder zu schliessen, wenn das nötig sein würde.

Gäste im Pub müssen beim Betreten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Menschenansammlungen am Tresen sind nicht erlaubt. Die Polizei hat die Zahl ihrer Einsatzkräfte stark erhöht. Premierminister Boris Johnson hatte seine Landsleute am Freitag aufgefordert, sich an die Regeln zu halten, um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden. Er betonte, dass "wir noch nicht über den Berg sind" und fügte hinzu: "Lasst es uns nicht vermasseln." Neben Pubs dürfen ab Samstag auch Restaurants, Hotels, Kinos, Museen und viele andere Einrichtungen wieder öffnen. Grossbritannien ist das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa.

+++

08:15

In den USA steigen die Infektionen mit dem Coronavirus weiter an. Gesundheitsexperten riefen vor dem Unabhängigkeitstag am Samstag mit seinen traditionellen Festen, Partys und Feuerwerken zu Vorsicht auf. Ungeachtet der Warnungen nimmt US-Präsident Donald Trump an einer Veranstaltung am Mount Rushmore im US-Bundesstaat South Dakota teil, zu der 7500 Besucher erwartet werden.

Masken sollen zur Verfügung gestellt werden. Eine Plicht zum Tragen gibt es aber nicht. Wer Bedenken habe, solle zu Hause bleiben, erklärte die Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, diese Woche bei Fox News. "Wir werden auf social distancing verzichten." Das Virus breitet sich vor allem im Süden und Westen der USA aus. In 37 von 50 Bundesstaaten legen die Infektionszahlen zu. Allein am Donnerstag wurden über 55'000 Neuinfektionen festgestellt - weltweiter Rekord.

Trump führte dies erneut auf die zahlreichen Tests zurück. "Es gibt einen Anstieg bei den Coronavirus-Fällen weil wir so umfangreich und so gut und besser als in anderen Ländern testen", twitterte er. Am Freitag legte die Zahl um weitere 53'500 zu. Die Gouverneure der Bundesstaaten reagieren unterschiedlich auf die sich verschärfende Lage. Besonders betroffen sind neben Texas, Kalifornien und Florida auch North Carolina, South Carolina und Tennessee. Der Bürgermeister von Floridas grösser Stadt Miami verhängte vor dem Unabhängigkeitstag eine nächtliche Ausgangssperre zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr morgens.

+++

07:00

Die jüngst wieder steigenden Zahlen an nachgewiesenen Corona-Infektionen in vielen Ländern sind nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle. "Was wir jetzt in vielen Ländern erleben, ist ein zweiter Höhepunkt der ersten Welle in vielen Ländern, wo das Virus nicht genug unterdrückt worden ist, um eine Übertragung der Krankheit zu verhindern", sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. Das Potenzial einer zweiten Welle sei da, sagte Ryan, etwa im Winter, wenn wieder mehr Menschen eng in Räumen zusammen seien und das Virus sich dadurch leichter von Mensch zu Mensch verbreiten könne als jetzt. Womöglich reagiere das Virus auch auf Temperaturen.

Eine Übersicht zu den Coronavirus-Fällen weltweit gibt es bei der Johns Hopkins Universität.

+++

Abonnieren Sie hier gratis den Newsletter von cash.ch

+++

06:30

In der amerikanischen Baseball-Liga sind vor der Wiederaufnahme des Trainings 31 Spieler und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. 19 der 30 Clubs hätten Corona-Fälle. Im Rahmen der Untersuchungen seien 3185 Proben entnommen und getestet worden. Bekannt gemacht wurde zunächst nicht, bei welchen Spielern der Test positiv ausfiel. Wegen der Corona-Pandemie war das Training Mitte März unterbrochen worden, zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Saisonauftakt. Die neue Saison soll nun am 23. und 24. Juli starten - erstmals ohne Zuschauer und mit einem verkürzten Spielplan.

+++

06:15

Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie will China den Verkauf von lebendem Geflügel und das Schlachten der Tiere auf Märkten schrittweise verbieten. Das sagte Chen Xu von der Behörde für Marktregulierung am Freitag an einer Pressekonferenz. Lebendes Geflügel in Käfigen ist auf chinesischen Märkten ein üblicher Anblick. Die Tiere werden in der Regel von den Verkäufern vor Ort oder auch von den Kunden daheim geschlachtet. Viele Menschen in der Volksrepublik sind davon überzeugt, dass dieses Vorgehen maximale Frische garantiert.

Nach einem neuen Corona-Ausbruch Mitte Juni in Peking, der auf den riesigen Xinfadi-Markt zurückgeführt wurde, kontrollieren die chinesischen Behörden derzeit verstärkt die Märkte im Land. Auch als ursprünglicher Ausgangspunkt der Corona-Pandemie wird ein chinesischer Markt vermutet. Auf dem Markt in der Grossstadt Wuhan waren ebenfalls lebende Tiere, darunter Wildtiere, verkauft worden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das neuartige Coronavirus ursprünglich von Fledermäusen stammt und über eine andere Tierart Ende vergangenen Jahres in China erstmals auf Menschen übersprang. Als Konsequenz wurde in China der Verkauf und der Verzehr von Wildtieren wie etwa Zibetkatzen verboten.

+++

05:00

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland steigt um 422 auf 196'096, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um sieben auf 9010.

+++

04:00

In Brasilien gibt es inzwischen mehr als 1,5 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Binnen 24 Stunden habe es 42'223 neue Fälle gegeben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl wächst somit auf 1,539 Millionen. Brasilien ist das weltweit am zweitstärksten betroffene Land nach den USA. Die Zahl der Todesfälle steigt um 1290 auf 63'174. 

(cash/Reuters/Bloomberg/AWP/SDA)