+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: BAG meldet am Dienstag 202 neue Ansteckungen in der Schweiz - Zwei ehemalige Patienten in Europa erneut infiziert – Tausende falsche Resultate in Schweden

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
25.08.2020 18:26
Supermarkt in London: Frau trägt beim Einkauf vom Lebensmitteln eine Maske.
Supermarkt in London: Frau trägt beim Einkauf vom Lebensmitteln eine Maske.
Bild: imago images / PA Images

Zum Coronavirus-Update vom Mittwoch, 26. August, geht es hier.

18:30

Das Nachtlokal des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore im Badeort Porto Cervo auf Sardinien hat sich nach Medienberichten zu einem Corona-Herd entwickelt. Der 70-jährige Briatore selbst sei im San-Raffaele-Krankenhaus in Mailand, wie sein Team nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag schrieb. Er habe sich Sonntagabend mit leichtem Fieber und Symptomen der Erschöpfung ins Hospital begeben. Briatore sei stabil, es gehe ihm gut, und er bleibe zur Kontrolle dort. Die Zahl der positiven Coronavirus-Abstriche im Umfeld des "Billionaire"-Clubs sei auf etwa 60 Fälle gestiegen, berichteten Ansa unter Berufung auf örtliche Gesundheitsstellen.

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18:20

In Schweden haben 3700 Menschen fälschlicherweise ein positives Corona-Testergebnis erhalten. Grund sei ein Fehler in einem Corona-Test eines chinesischen Lieferanten, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Das Testpaket des Anbieters BGI Genomics habe nicht zwischen sehr niedrigen Viruslasten und einem negativen Testergebnis unterscheiden können. Die Labore hätten nun ihre Auswertungsmethode angepasst. In Schweden haben sich inzwischen 86'891 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 5814 Menschen sind gestorben. Zuletzt sind die Neuinfektionen zurückgegangen.

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17:55

Sachsen wird sich nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer nicht auf bundesweit einheitliche Corona-Regelungen etwa für Familienfeiern einlassen. "Gleich kann man nur Dinge machen, die auch gleich sind", sagt der CDU-Politiker in einer Videobotschaft auf Twitter. Er habe grosses Verständnis dafür, dass Bayern und Baden-Württemberg die Zahl der Teilnehmer von Familienfeiern begrenzen wollten. "Bei uns wollen wir bei den 100 Personen bleiben", sagt Kretschmer mit Blick auf die Bund-Länder-Abstimmung am Donnerstag. Die Bevölkerung in Sachsen verhalte sich sehr verantwortungsvoll in der Corona-Krise.

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17:17

In Spanien soll das Militär im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden. Ministerpräsident Pedro Sanchez sagt, die Soldaten sollten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. "Die Regionen, die nicht über genügend Personal verfügen, können sich auf unsere Armee verlassen." In einem ersten Schritt sollen 2000 Soldaten zur Verfügung gestellt werden. Sie seien für den Einsatz ausgebildet worden. Nach dem Ende des dreimonatigen Notstands Ende Juni sind die positiven Corona-Tests deutlich gestiegen.

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16:00

Nach einem Fall in Hongkong werden nun auch in Europa bei zwei ehemaligen Corona-Patienten erneute Infektionen gemeldet. Es handelt sich um eine Frau in Belgien, die sich erstmals im März ansteckte und dann wieder im Juni und eine ältere Person in den Niederlanden mit einem geschwächten Immunsystem, wie der niederländische Rundfunksender NOS am Dienstag unter Verweis auf die Aussagen von Virologen berichtete. Das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit bestätigte den Fall in den Niederlanden. Der Virologe Marc Van Ranst, der über die Patientin in Belgien berichtete, erklärte, es sei wahrscheinlich, dass weitere Reinfektionen bekanntwerden. "Das sind keine guten Nachrichten."

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15:20

Der Schweizer Detailhandel fürchtet einen Kundenrückgang, falls in der Schweiz eine allgemeine Maskenpflicht eingeführt werden sollte. Vor allem ist die Sorge gross, dass die Kaufkraft in ausländische Online-Shops abfliessen könnte. Am Dienstag wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innerhalb eines Tages 202 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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14:30

Die vom ersten Mai-Sonntag auf Anfang September verschobene Glarner Landsgemeinde findet dieses Jahr definitiv nicht mehr statt. Der Grund ist die Corona-Pandemie, wie die Kantonsregierung am Dienstag mitteilte.

Bereits die Landsgemeinde Appenzell Innerrhoden, die jeweils Ende April durchgeführt wird, ist dieses Jahr abgesagt worden. Die politischen Geschäfte wurden vergangenes Wochenende an der Urne entschieden, ebenso die Wahl von Monika Rüegg in die Appenzeller Regierung.

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13:30

Hongkong kündigt Lockerungen einiger Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus an. Ab Freitag dürfen Kinos, Freiluft-Sportanlagen und Schönheitssalons wieder öffnen und Restaurants ihre Öffnungszeiten verlängern, wie die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungszone ankündigen. Zudem werde das Tragen von Atemschutzmasken bei Freiluftaktivitäten und in Parks nicht mehr obligatorisch sein. Seit Ende Januar wurden rund 4700 Infektionsfälle registriert, 77 Menschen starben an oder mit dem Coronavirus.

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12:30

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb eines Tages 202 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Am Montag waren es 157 bestätigte Fälle gewesen, am Sonntag 276 und am Samstag 295.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie bisher 40'262 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Dienstag mitteilte.

Im Vergleich zum Vortag kam es zu elf neuen Spitaleinweisungen. Damit mussten seit Anfang der Pandemie 4506 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg seit Montag um zwei auf 1723.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 948'439 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 6641 neue Tests gemeldet. Bei 5,1 Prozent dieser Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung steckten am Montag nach Angaben des BAG 1729 Personen in Isolation und 5702 standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 15'044 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

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12:20

Eine Studie des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI) bestätigt Erkenntnisse, dass Coronavirus-Infektionen fast immer mit Krankheitsanzeichen einhergehen. Bei einer Untersuchung von 2153 Erwachsenen Ende Juni bis Anfang Juli im oberbayerischen Bad Feilnbach bei Rosenheim gaben 85,5 Prozent der Personen mit Antikörpern an, sie hätten seit Februar Symptome wie Fieber, Atemnot, Schnupfen oder Husten gehabt. Symptombezogene Corona-Tests seien deswegen sinnvoll, sagt die RKI-Wissenschaftlerin Claudia Santos-Hövener.

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11:10

Der potenzielle Corona-Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford könnte noch in diesem Jahr zur Zulassung eingereicht werden. Dies könne der Fall sein, wenn ausreichend Daten vorliegen, sagte der Wissenschaftler Andrew Pollard von der Universität Oxford der BBC. Das Projekt gehört zu den führenden Studien im Rennen um einen Corona-Impfstoff. Die USA, die Europäische Union oder auch Japan haben sich unter anderem bereits Millionen Dosen des Mittels vorab gesichert. Die "Financial Times" hatte berichtet, dass US-Präsident Donald Trump eine beschleunigte Zulassung des Impfstoffes vor den Wahlen am 3. November erwägt. Ein solcher Prozess erfordere aber den Nachweis, dass der Impfstoff tatsächlich wirke, sagte Pollard.

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10:30

Der Zürcher Regierungsrat hat am Montag beschlossen, dass ab Donnerstag strengere Corona-Massnahmen im bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz gelten. Dies hat grosse Konsequenzen für die Clubs: Neu wird die Gästezahl stark eingegrenzt. Im Innenraum dürfen sich gleichzeitig nicht mehr als 100 Personen aufhalten. Zusammen mit dem Aussenbereich beläuft sich die maximale Gästezahl auf 300 Personen.

Die Angestellten und Veranstalter der Zürcher Clubs machen ihren Unmut am Montagabend schon einmal kund. Die Massnahmen würden, die die finanzielle Situation noch weiter verschlechtern, heisst es vielfach.

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10:05

Der Kanton Basel-Stadt führt als erster Deutschschweizer Kanton wegen der steigenden Corona-Fallzahlen eine Maskenpflicht in Läden ein. Wie reagieren Kunden und Ladenbesitzer auf diese Massnahme?

Reaktionen finden Sie hier im Video.

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08:25

China hat bestätigt, dass bestimmte Berufsgruppen, Grenzbeamte und medizinisches Personal, seit Wochen Zugang zu einem Impfmittel haben. Dies sagte ein Funktionär der Nationalen Gesundheitskommission am Montag im Staatsfernsehen. Für den Fall, dass Nebenwirkungen eintreten, wurde ein Entschädigungsplan entwickelt.

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07:15

Indien meldet den siebten Tag in Folge mehr als 60'000 Corona-Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden 60'975 weitere Ansteckungen nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Damit sind landesweit 3,17 Millionen Infektionen registriert. Das neuartige Coronavirus breitet sich inzwischen verstärkt auch in kleineren Städten aus. Die Zahl der Todesfälle stieg um 848 auf 58'390. Indien ist nach den USA und Brasilien am schwersten von der Pandemie betroffen.

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05:45

In Deutschland sind weitere 1278 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) steigt damit die Gesamtzahl der Fälle auf 234'853. Den Angaben zufolge sind fünf weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Insgesamt zählt das RKI nun 9277 Todesfälle.

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04:00

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 17'078 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 3,622 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte um 565 auf 115'309 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

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03:00

Der führende US-Experte für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, warnt vor einer übereilten Zulassung eines Corona-Impfstoffkandidaten.

"Das einzige, was Sie bei einem Impfstoff nicht sehen möchten, ist die Notfallzulassung (Emergency Use Authorization), bevor Sie Belege für die Wirksamkeit haben", sagte Fauci der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefoninterview am Montag.

"Eine der potenziellen Gefahren, wenn Sie einen Impfstoff übereilt auf den Markt bringen, besteht darin, dass es für die anderen Impfstoffkandidaten schwierig - wenn nicht unmöglich wird -, Testpersonen für ihre Studie zu gewinnen", erklärte der Leiter des NIAID-Instituts für Allergien und ansteckende Krankheiten weiter.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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(cash/Reuters/AWP/SDA/Bloomberg)