Das halten cash-Leser von der Einheitskasse

In knapp drei Wochen entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Einführung einer öffentlichen Krankenkasse. Geht es nach den cash-Lesern, zeichnet sich eine klare Tendenz ab.
11.09.2014 17:45
Von Ivo Ruch
cash fühlt bei seinen Lesern den Abstimmungspuls.

Am 28. September stimmt die Schweiz über die SP-Volksinitiative "Für eine öffentliche Krankenkasse" ab. Die Initiative verlangt anstelle der privaten Versicherungen eine einheitliche, öffentlich-rechtliche Krankenkasse für die obligatorische Grundversicherung. Während es noch 18 Tage bis zur Abstimmung dauert, nimmt cash den Puls seiner Leserinnen und Leser seit einer Woche und fragt in einer Umfrage: "Sind Sie für eine Einheitskasse?".

Dabei schält sich eine deutliche Stimmungstendenz heraus:  Von den 3200 teilnehmenden Usern sagt eine Mehrheit von 56 Prozent Nein zur Einheitskasse. Damit liegen die cash-Leser einmal mehr im nationalen Trend. Laut einer SRG-Umfrage von Ende August hätten 51 Prozent die öffentliche Krankenkasse abgelehnt, während 40 Prozent dafür und 9 Prozent noch unentschlossen waren.

Eine gute Nase

Dass cash-Leser einen guten Riecher für das Abstimmungsresultate haben, bewiesen sie schon mehrfach. Vor der 1:12-Initiative im November 2013 gaben 68 Prozent der User an, ein Nein in die Urne zu legen – das Begehren der Juso wurde schliesslich mit 65 Prozent abgelehnt. Auch bei der Abzocker-Initiative, die Anfang März 2013 vom Schweizer Volk deutlich angenommen wurde, lagen die cash-Leser im Vorfeld richtig.

Laut dem Initiativkomitee soll mit der Einheitskasse die stetig steigenden Prämien und die angeblich willkürliche Vorgehensweise einzelner Versicherungen eingedämmt werden. Im Falle einer Annahme der Initiative müssten sich die privaten Kassen aus dem Geschäft mit Grundversicherungen zurückziehen und sich auf die Zusatzversicherungen beschränken.

Die Gegner der Initiative stellen hingegen die tieferen Gesundheitskosten in Abrede. Zudem warnen sie vor Qualitätseinbussen in der medizinischen Versorgung. Unbestritten ist hingegen, dass die Prämien der Krankenkassen laufend ansteigen. Laut dem Branchenverband Santésuisse beträgt der Aufschlag im kommenden Jahr satte 4,5 Prozent, nachdem die Prämien in den letzten drei Jahren durchschnittlich zwischen 1,5 und 2,2 Prozent kletterten. Was Sie bei einem Kassenwechsel beachten müssen, erfahren Sie hier.