Deutsche-Bank-Chef Cryan hofft nach Brexit auf starken europäischen Kapitalmarkt

Deutsche-Bank-Chef John Cryan hofft trotz des EU-Austritts Grossbritanniens auf einen starken europäischen Kapitalmarkt. "Wir glauben, dass es für Europa besser sein wird, die Kapitalmärkte zu modernisieren und zusammenzuführen - in enger Zusammenarbeit mit Grossbritannien", sagte Cryan am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in Berlin. "Die Gewinner werden sonst New York, Singapur oder Shanghai sein."
21.06.2017 12:46

Alle kämpften in einem globalen Wettbewerb. "Zusammen sind wir besser aufgestellt", sagte der aus Grossbritannien stammende Chef von Deutschlands grösstem Geldhaus: "Die Ära des Multilateralismus wird möglicherweise zu einem Ende kommen und kann sich umkehren." Er hoffe, dass die Verbindungen zwischen Grossbritannien und Kontinentaleuropa nach den komplizierten Brexit-Verhandlungen so eng wie möglich sein werden.

Cryan bekannte sich zum Standort Deutschland: "Wir sind stolz darauf, die grösste Bank in der grössten europäischen Volkswirtschaft zu sein. Und wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst." Technologie sei der wichtigste Erfolgsfaktor im Kundengeschäft und an den Märkten. "Und Deutschland ist der Ort, um das zu tun."/sl/DP/jha

(AWP)