Deutsche-Bank-Chef warnt vor Turbulenzen nach Italien-Votum

FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Bank stellt sich nach dem Referendum in Italien auf unruhige Zeiten ein. Der Branche schlage "von aussen unverändert eine kalte Brise entgegen", schrieb Deutsche-Bank-Chef John Cryan in einem am Montag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter des Dax -Konzerns. "Das Ergebnis des Referendums in Italien ist ein Vorbote für Turbulenzen, die gerade in Europa aus der Politik in die Wirtschaft getragen werden könnten."
05.12.2016 17:28

Eine der grössten Baustellen für die Deutsche Bank ist derzeit eine milliardenschwere Forderung des US-Justizministeriums wegen Hypotheken-Deals aus der Zeit vor der Finanzkrise. Die Verhandlungen mit dem US-Justizministerium seien noch nicht abgeschlossen, erklärte Cryan. "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier keine Details nennen kann."

Die US-Justiz hat eine Strafforderung von 14 Milliarden Dollar in den Raum gestellt. Die Bank hatte sich überzeugt gezeigt, die Summe noch deutlich drücken zu können - denn die Ermittler steigen in solchen Verfahren üblicherweise mit relativ hohen Forderungen ein. Die Hoffnung ist, noch unter der amtierenden Obama-Regierung zu einer Einigung zu kommen./ben/enl/she

(AWP)