Deutsche Industrie fordert Pragmatismus in Brexit-Verhandlungen

Die deutsche Industrie fordert angesichts des scharfen Tons zwischen London und Brüssel einen kühlen Kopf in den Brexit-Verhandlungen. "Jetzt kommt es darauf an, in den Gesprächen kein weiteres Porzellan zu zerschlagen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur. "Vernunft und Pragmatismus" müssten die Richtschnur für beide Verhandlungspartner sein. Die Verantwortung für das Ausmass der Schadensbegrenzung liege aber "überwiegend in der Verantwortung der Regierung in London".
06.05.2017 12:07

"Ein britischer Austritt aus der EU ohne Einigung wäre für alle Beteiligten die schlechteste aller schlechten Lösungen", mahnte Kempf. Der Brexit schade vor allem der britischen Wirrschaft, für die die Europäische Union der grösste Exportmarkt sei. "44 Prozent der Exporte gehen von der Insel in die EU. Deutschland exportiert nicht einmal acht Prozent ins Vereinigte Königreich."/ted/DP/zb

(AWP)