Deutsche Ökonomen mehrheitlich für Freihandelsabkommen TTIP und Ceta

BERLIN (awp international) - Eine Mehrheit der deutschen Ökonomieprofessoren befürwortet die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und Ceta. Das geht aus der monatlichen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts in Zusammenarbeit mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch) hervor. Demnach sprachen sich rund 72 Prozent der 124 teilnehmenden Professoren für das Abkommen mit Kanada (Ceta) und rund zwei Drittel für das Abkommen mit den Vereinigten Staaten (TTIP) aus.
26.07.2016 18:20

Eine Zweidrittelmehrheit hält den Abschluss von Ceta für "wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich". Die TTIP-Verhandlungen sehen die Ökonomen dagegen mehrheitlich als gescheitert an. Nur 28 Prozent schätzen einen Abschluss als "wahrscheinlich" ein.

Für die befragten Professoren stünden vor allem die wirtschaftlichen Vorteile beider Abkommen im Vordergrund, sagte Ifo-Ökonom Niklas Potrafke. "Freihandel steigert die Wohlfahrt. Jeder Partner produziert das, was er besonders gut kann." Über die Hälfte der Befragten erwartet im Falle eines Scheiterns der Abkommen mittelfristig negative Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft./ro/DP/men

(AWP)