Deutsche Regierung erwartet von Airbus 'vollumfängliche' Kooperation

Die Bundesregierung erwartet vom Airbus-Konzern Aufklärung zum Korruptionsverdacht. Die laufenden Ermittlungen wollte das Wirtschaftsministerium am Montag in Berlin auf Anfrage zwar nicht kommentieren. Eine Sprecherin sagte aber: "Grundsätzlich gilt immer: Wenn es Vorwürfe gibt, muss ihnen intensiv nachgegangen werden." Das sei auch hier nicht anders. Die Bundesregierung erwarte, dass Airbus "vollumfänglich mit den jeweils zuständigen Behörden kooperiert".
09.10.2017 14:39

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern hat wegen Korruptionsverdachts Selbstanzeige erstattet. Airbus-Chef Tom Enders hat die Belegschaft bereits vor schwerwiegenden Folgen gewarnt.

Deutschland, Frankreich und Spanien halten zusammen eine Sperrminorität an der Airbus-Gruppe. Über die Gesellschaft zur Beteiligungsverwaltung (GZBV) ist Deutschland mit 11,1 Prozent an Airbus beteiligt. Darin haben Bundesländer mit Airbus-Standorten und die Staatsbank KfW ihre Anteile gebündelt./sl/DP/jha

(AWP)