Deutsche Regierung will Energiewende neu ausrichten

Berlin (awp/sda/dpa/afp) - Die Förderung von Ökostrom in Deutschland soll vom kommenden Jahr an komplett umgestellt werden. Die deutsche Regierung brachte am Mittwoch in Berlin eine umfassende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf den Weg.
08.06.2016 19:59

Betreiber grösserer Windparks oder Solaranlagen sowie von Biogas-Anlagen bekommen künftig für ihren eingespeisten Strom keine feste, gesetzlich festgelegte Vergütung mehr. Stattdessen werden neue Projekte ausgeschrieben.

Wer am wenigsten Subventionen verlangt, erhält dann den Zuschlag. Zudem wird eine jährliche Höchstmenge für Windenergie sowie für Strom aus Solaranlagen und Biomasse festgelegt. Letztlich sollen mit dem Änderungen Überkapazitäten abgebaut und verhindert sowie der Kostenanstieg beim Ökostromausbau gedämpft werden.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel von der SPD sieht im Gesetzesvorschlag "grosse Fortschritte" für die Energiewende, wie er vor den Medien sagte. Im Entwurf sind auch neue Ausbauziele für die einzelnen Energieträger festgelegt.

Im Jahr 2025 soll der Anteil der grünen Stroms nach dem Willen der Regierung bei 40 bis 45 Prozent liegen - heute sind es etwa 33 Prozent. Gabriel sagte, mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werde Deutschland "eher bei 45 landen".

(AWP)