Deutsche Wirtschaft wächst im Sommer weniger

Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Brexit-Votum vorerst mit einem blauen Auge davongekommen.
15.11.2016 08:19
Blick zum Reichstag in Berlin.
Blick zum Reichstag in Berlin.
Bild: Pixabay

Die gesamte Wirtschaftskraft stieg zwar zwischen Juli und September um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Damit halbierte sich allerdings das Wachstum zum Frühjahr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für den Sommer mit plus 0,3 Prozent gerechnet.

Für Schwung sorgten vor allem die Verbraucher und die öffentliche Hand, die ihren Konsum weiter steigerten. Der Außenhandel hingegen bremste das Wachstum. "Die Exporte waren zum Vorquartal leicht rückläufig, während die Importe geringfügig anstiegen." Impulse kamen vom Bau und etwas abgeschwächt auch von den Investitionen in Maschinen und Anlagen.

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet die Bundesregierung mit 1,8 Prozent Wachstum, das sich im nächsten Jahr auf 1,4 Prozent abschwächen dürfte. Ökonomen erwarten weitere Unsicherheit in der Wirtschaft, wenn Großbritannien 2017 Verhandlungen über seinen geplanten Austritt aus der EU beginnt. Die künftigen Beziehungen zwischen den beiden Wirtschaftsregionen dürften sich auf das Geschäft der deutschen Exporteure auswirken.

(Reuters)