Deutsche Wirtschaft warnt vor Folgen von US-Sanktionen gegen Russland

Wegen der neuen US-Sanktionen gegen Russland hat die deutsche Wirtschaft vor verheerenden Folgen für Unternehmen gewarnt. Würden die Strafmassnahmen umgesetzt, hätte das weit gravierendere Folgen als die früheren Sanktionen, sagte der Chef der Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp, am Montag in Moskau. "Das dürfte auch weitreichende Konsequenzen für die deutsche Wirtschaft hier in Russland haben, die fürchten muss, wegen Russlandgeschäften vor ein US-Gericht gezogen zu werden."
19.06.2017 12:58

Das neue US-Gesetz sieht vor unter anderem Strafmassnahmen für den Bergbau, die Metallindustrie und der Energiesektor vor. Der Senat hatte es vergangene Woche verabschiedet.

"Offenkundig will Amerika Russland auf Dauer von westlichen Technologien abschneiden, insbesondere im Energiebereich", sagte Schepp. "In Moskau wird das als wirtschaftliche Kriegserklärung verstanden." Die Sanktionen würden nicht zu Stabilität und Frieden beitragen, sondern die Situation verschärfen.

Schepp verwies darauf, dass deutsche Unternehmen trotz Krise und Sanktionen weiter an ihrem Russland-Engagement festhalten würden. An diesem Dienstag legt etwa der Premium-Autobauer Daimler den Grundstein für sein erstes Werk im grössten Flächenstaat der Erde./tjk/DP/she

(AWP)