Deutsche Wirtschaftsministerin fordert China zu mehr Marktöffnung auf

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat China zu mehr Marktöffnung und fairen Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen aufgefordert. Nach Gesprächen mit Handelsminister Zhong Shan am Rande des Gipfels zur "Neuen Seidenstrasse" sagte Zypries am Montag in Peking: "Wir würden uns konkrete Schritte der chinesischen Regierung wünschen, was freien Handel und die Zulassung deutscher Unternehmen auf dem chinesischen Markt angeht."
15.05.2017 07:11

Zypries beklagte den Zwang, dass deutsche Unternehmen in bestimmten Branchen wie der Autoindustrie in China noch Gemeinschaftsunternehmen eingehen müssen. "Solche Sachen widersprechen dem freien Handel." Da gebe es aber schon länger auch konstruktive Gespräche. Deutschland pflege ein offenes Verhältnis zu China: "Es gibt natürlich Differenzen, aber dagegen ist ja gar nichts zu sagen." Dann müssten sich beide Seiten zusammensetzen und die Probleme lösen.

Die Ministerin spielte die Meinungsunterschiede mit Gastgeber China über eine Erklärung auf dem Gipfel zum Handelsdialog herunter. "Wir wollten gerne, dass der freie und offene Handel aufgenommen wird", sagte Zypries. "Das hat uns gefehlt." Die Verhandlungen durch die EU dauerten noch an. Von einem "Eklat" wollte sie nicht sprechen, wenn die EU-Mitglieder das Dokument nicht mittragen: "Ich würde das gar nicht hochhängen." Das Papier habe "einen ähnlichen Status wie eine gemeinsame Presseerklärung, die dann eben nicht zustande kommt"./lw/DP/zb

(AWP)