Deutsches Kartellamt nimmt Autohersteller und Zulieferer ins Visier

Düsseldorf (awp/sda/reu) - Das deutsche Bundeskartellamt nimmt Autohersteller und Zulieferer ins Visier und geht dem Verdacht von illegalen Absprachen beim Einkauf von Stahl nach. Sowohl Volkswagen als auch Bosch bestätigten, dass es Hausdurchsuchungen gegeben habe.
05.07.2016 10:37

Beamte der Behörde durchsuchten am 23. Juni sechs Unternehmen der Branche, wie ein Sprecher des Kartellamts am Dienstag mitteilte. Zu den Namen der betroffenen Unternehmen wollte sich der Sprecher nicht äussern.

Zwei Unternehmen bestätigten jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass ihre Räume durchsucht worden seien. Volkswagen sprach von Büroräumlichkeiten am Sitz in Wolfsburg. Bei Bosch wiederum fanden Hausdurchsuchungen an den Standorten Zuffenhausen und Gerlingen-Schillerhöhe statt.

Durchsuchungen des deutschen Bundeskartellamtes erfolgen auf der Basis eines gerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses. Dieser setzt einen Anfangsverdacht für einen Kartellrechtsverstoss voraus. Bis zum Abschluss eines Verfahrens gilt aber die Unschuldsvermutung.

Bestätigt sich ein Verdacht der Wettbewerbshüter, können diese mit empfindlichen Geldbussen auf illegale Praktiken reagieren.

(AWP)