In Deutschland rege Wahlbeteiligung bis Mittag

Bei der deutschen Bundestagswahl deutet sich vielerorts eine höhere Beteiligung als 2013 an. Das geht aus Mitteilungen der Landeswahlleiter zu mehreren Grossstädten hervor.
24.09.2017 13:46

In Hamburg hatten bis 11.00 Uhr 37,4% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es nach Angaben des Statistikamtes Nord zu diesem Zeitpunkt erst 35,4%. In Bremen wählten bis 12.00 Uhr 27,1% nach 24,9% 2013. Der Bundeswahlleiter wollte gegen 15.30 Uhr erste nationale Zahlen zur Wahlbeteiligung veröffentlichen.

Auch in München machten die Menschen am Vormittag von ihrem Wahlrecht rege Gebrauch. Bis 12.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung einschliesslich der Briefwahl bei 57,1%, vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 44,3%. Auch aus Nürnberg meldete das Wahlamt ein stärkeres Interesse: Dort gaben einschliesslich Briefwahl 29,6% der Wähler ihre Stimme ab, 2013 waren es noch 26,4%.

Einen ähnlichen Trend gab es in Baden-Württemberg. In Stuttgart hatten bis 12.00 Uhr 19,6% der Wahlberechtigten ihre Kreuze gemacht. Das waren 0,5%punkte mehr als 2013.

In Potsdam bildeten sich nach Angaben eines Stadtsprechers vielerorts Schlangen vor den Wahllokalen. In Sachsen-Anhalt hatten bis 12.00 Uhr 29,6% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor vier Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 25,8%.

Allerdings meldeten einige Bundesländer auch einen ruhigen Start der Wahl. In Sachsen blieb die Wahlbeteiligung bis zum Mittag im Vergleich zu 2013 unverändert. In Thüringen sank sie sogar auf 24,5%. 2013 hatten zu diesem Zeitpunkt schon 31,2% gewählt.

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(AWP)