Deutschland ruft EU in Handelsfragen zur Geschlossenheit auf

Angesichts der abschottenden Handelspolitik der USA unter Präsident Donald Trump hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Europäische Union zur Geschlossenheit aufgerufen. "Zölle und Handelsbeschränkungen abbauen - und nicht erhöhen - muss das Ziel sein", sagte der CDU-Politiker anlässlich eines informellen Treffens der EU-Handelsminister am Freitag in Innsbruck.
05.10.2018 08:39

Ein Freihandelsabkommen mit Singapur werde bald unterzeichnet, ähnliche Verträge mit Vietnam, Australien und Neuseeland sowie dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur würden folgen. "Die EU setzt damit ein klares Signal für regelgebundenen Handel, offene Märkte und ihr Engagement gerade in wachstumsstarken Regionen", sagte Altmaier einer Mitteilung zufolge.

Die Minister wollten in Innsbruck über die Gespräche zwischen der EU und den USA beraten. "Wir haben ein grosses Interesse an einer zügigen Umsetzung der gemeinsamen Erklärung von Präsident Juncker und Präsident Trump", sagte Altmaier. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Trump hatten sich im Juli darauf geeinigt, den Handelskonflikt beilegen zu wollen und vorerst keine neuen Sonderzölle zu verhängen.

"Der freie Handel gerät immer mehr unter Druck. Die zunehmenden Abschottungstendenzen können unserem Wohlstand schaden. Die EU muss geschlossen ihre Interessen verteidigen", betonte Altmaier./bvi/DP/jha

(AWP)