Die Versprechen des Donald Trump

Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner Donald Trump zieht mit dem Versprechen eines wohlhabenderen und sichereren Amerikas in die heisse Phase des Wahlkampfs. Sein Credo: Amerikanismus, nicht Globalisierung.
23.07.2016 07:27
Donald Trump fordert die Demokratin Hillary Clinton heraus.
Donald Trump fordert die Demokratin Hillary Clinton heraus.
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"Kriminalität und Gewalt, die heute unsere Nation heimsuchen, werden bald ein Ende haben", heisst es im Manuskript für seine Nominierungsrede in Cleveland. Auszüge daraus wurden von Trumps Wahlkampfmanagement wenige Stunden vor Redebeginn veröffentlicht. Demnach will Trump seine "Amerika zuerst"-Linie unterstreichen. "Amerikanismus, nicht Globalisierung, das wird unser Credo sein", sagt er laut Manuskript.

Trump will auch Steuerentlastungen für die Mittelschicht und die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze ankündigen. Dazu wolle er bundesstaatliche Vorschriften abschaffen, die nach seinen Worten das Land jährlich zwei Billionen Dollar kosteten. Das Geld solle für Bau und Instandsetzung von Infrastruktur wie Strassen, Tunnel, Brücken und Flughäfen eingesetzt werden. "Das wird im Gegenzug Millionen Arbeitsplätze schaffen."

Mit seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton geht Trump hart ins Gericht. Sie wird in seiner Rede einem unter Journalisten kursierenden Manuskript zufolge als korrupt und ineffizient charakterisiert. Auch gibt Trump ihr eine Mitschuld am Erstarken islamistischer Gewalt. "Die Probleme, denen wir uns jetzt gegenübersehen - Armut und Gewalt zu Hause und Krieg und Zerstörung im Ausland - werden nur so lange anhalten, wie wir uns auf dieselben Politiker verlassen, die sie erst geschaffen haben", heisst es in dem Redemanuskript.

Hartes Vorgehen gegen Einwanderer

Der umstrittene Politiker attackiert dem Manuskript zufolge auch erneut illegale Einwanderer. 180.000 von ihnen mit einem kriminellen Hintergrund "streifen heute Abend frei herum, um friedfertige Bürger zu bedrohen". Mit dem 20. Januar - dem Amtsantritt des neuen Präsidenten - werde die Kriminalität ein Ende haben, verspricht Trump. Die Zuwanderung aus Ländern, die "vom Terror kompromittiert sind", werde er unterbinden.

Die Rede Trumps bildet den Höhepunkt des viertägigen Nominierungsparteitags der Republikaner, der von zahlreichen Eklats überschattet ist. Zuletzt hatte der in den Vorwahlen unterlegene Senator Ted Cruz am Mittwoch in seiner Rede vor den Delegierten eine Unterstützung Trumps verweigert. In der Veranstaltungshalle kam es daraufhin zu tumultartigen Szenen.

In den USA wird am 8. November der Nachfolger von Präsident Barack Obama gewählt.

(Reuters)