kommentar

Diese Woche bei cash: Der Blick von aussen

715'000 Eidgenossen leben nicht in der Schweiz. Lesen Sie diese Woche die cash-Interviews mit Auslandschweizern aus China, Italien, Australien, den USA und Südafrika. Dazu ein Dank und gute Wünsche an Sie.
16.12.2013 00:55
Von Daniel Hügli, Chefredaktor cash
Daniel Hügli, Chefredaktor cash.
Daniel Hügli, Chefredaktor cash.
Bild: cash

Wahrscheinlich sind Sie beim Lesen dieser Zeilen nebenher mit unzähligen Sachen und Aufgaben beschäftigt. Die Vorweihnachtszeit beschert uns vor der eigentlichen Bescherung ja eine Unmenge von Arbeit. Dieses muss im alten Jahr noch erledigt werden, jenes muss fürs nächste Jahr geplant sein.

Die Weihnachtstage bieten dann Raum für Besinnung - und für einen Rückblick. cash machte und macht dies mit ausgewählten Personen jeweils bereits einige Tage vorher. In den letzten beiden Jahren veröffentlichten wir in der Woche vor Weihnachten jeweils eine Interviewserie mit bekannten Leuten aus der Schweizer Wirtschaftswelt. Fünf Tage, fünf Interviews, jeweils morgens.

In diesem Jahr möchten wir eine Gruppe zur Sprache kommen lassen, deren Gewicht in der Schweiz oft unterschätzt wird: Die Auslandschweizer. 715'000 Eidgenossen leben ausserhalb der Schweiz verstreut um den Globus. Das ist viel im Vergleich zur Bevölkerungszahl der Schweiz von 8 Millionen. Die grosse Zahl Auslandschweizer ist Ausdruck der überaus globalen Ausrichtung der Schweizer Wirtschaft. Über 140'000 der Auslandschweizer haben sich auch ins Stimmregister eingetragen.

Die fünf Schweizer, mit denen die Redaktoren von cash geredet haben, blicken mit aufgesetzter Wirtschaftsbrille zurück auf die Entwicklung in ihrem Gastland in diesem Jahr und wagen einen Blick auf das 2014. Sie erzählen von den Vorzügen, aber auch von Problemen in ihrem Arbeitsumfeld.

Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass es in der Schweiz in einigen Branchen unter jungen Leuten grosse Rekrutierungsprobleme für die Arbeit im Ausland gibt? Oder dass die Krise Australien erst jetzt erreicht hat? Oder dass das Image der Schweiz im Ausland nach wie vor weitgehend unbeschädigt ist?

Die Auslandschweizer, die zum Teil schon sehr lange in der Fremde leben, die ihnen aber gar nicht mehr fremd ist, werfen auch einen Blick auf die Schweiz. Was stört sie am meisten bei ihren Besuchen im Heimatland? Welche Schweizer Werte vermissen sie am meisten? Antworten gibt es diese Woche in den cash-Interviews mit den Stimmen aus China, Italien, Australien, den USA und aus Südafrika.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen, der grossen Zahl von Lesern und Usern von cash, für die Treue, die Sie uns auch im 2013 geschenkt haben, herzlich bedanken. Die Verbundenheit zu unserem Wirtschafts- und Finanzportal ist ein Zeichen von Wertschätzung für unsere Arbeit.

Einer der cash-Kolumnisten, Wirtschaftsprofessor Helmut Dietl von der Universität Zürich, hob in einem seiner Beiträge einmal die erhebliche Gefahr von Wertvernichtung bei Weihnachtsgeschenken hervor - und die grosse Bedeutung von immateriellen Geschenken, die vor allem für Kinder einen hohen Wert haben. Dietl kam zum Schluss: "Das grösste Geschenk, das man Kindern machen kann, sind Zeit und Aufmerksamkeit."

Ich meine: Was für Kinder gilt, zählt auch für die Erwachsenenwelt. In diesem Sinn und mit dem Hinweis, dass cash auch während der Festtage einen umfassenden Informationsdienst bietet, wünsche ich Ihnen im Namen des cash-Teams bereits jetzt eine erholsame und schöne Weihnachtszeit.