Digitalswitzerland startet Plattform für Fortbildung - und expandiert

Digitalswitzerland, die ehemalige DigitalZurich2015, lanciert eine Plattform, welche die digitalen Aus- und Fortbildungsangebote der Schweiz bündelt. Digitalswitzerland will zudem den Wirkungskreis über Zürich ausdehnen.
16.09.2016 11:41
Von Daniel Hügli
Ringier-CEO Marc Walder bei der Vorstellung von Education Digital in Zürich.
Ringier-CEO Marc Walder bei der Vorstellung von Education Digital in Zürich.
Bild: cash

Digitalswitzerland, die industrieübergreifende Initiative von Schweizer Unternehmen und Organisationen in Sachen Digitalisierung, geht betreffend Aus- und Weiterbildung in die Offensive und lanciert die Plattform Education Digital. Die Plattform soll einen umfassenden und transparenten Überblick über das Fortbildungsangebot im Digitabereich in der Schweiz bieten.

21 Institutionen aus der Schweiz und Deutschland wie die ETH, die HSG oder die Migros Clubschule zählen zu den Partnern der Ausbildungsplattform, sie bieten dort auch ihre Kurse an. Rund 200 Angebote sind auf der Plattform mit Startschuss Freitag, 16. September, zu finden. Die Nutzung der Plattform ist für Privatpersonen und Firmen gratis.

Google-Schweiz-Chef Patrick Warnking und und Ringier-CEO Marc Walder, welche die Plattform an einer Medienorientierung an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich vorstellten, betonten die Wichtigkeit von gut ausgebildeten Wissensträgern, vor allem auch bei Schweizer KMU. "Gerade auch für KMU bietet die Plattform relevante Kurse mit Praxis für alle Ebenen", sagte Warnking.

Die Plattform Education Digital reiht sich an andere Initiativen von Digitalswitzerland wie das World Web Forum, den Investor Summit oder der Kickstart Accelerator, ein Beschleunigerprogramm für Startups. Digitalswitzerland (damals noch: DigitalZurich2015) wurde 2015 von 20 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Darunter befinden sich ABB, Coop, Ringier, Credit Suisse, ETH Zürich, Economiesuisse oder Swisscom.

Expansion in die Schweiz

Ringier-CEO Marc Walder hatte während des WEF 2015 die Initiative Digital Zürich 2025 angestossen mit der Vision, die Grossregion Zürich zu einem Zentrum für digitale Innovation von europäischer Grösse zu machen. Zurzeit hat die Initiative über 30 Mitglieder, kürzlich trat auch das World Economic Forum Digitalswitzerland bei.

Die Namenänderung auf Digitalswitzerland von DigitalZurich2025, welche ebenfalls am Freitag bekannt gegeben wurde, wird damit begründet, dass die Aktivitäten der Initiative inhaltlich und über den Standort Zürich hinaus national ausgerichtet werden.

Digitalswitzerland wolle in die Westschweiz, in die Region Basel und ins Tessin expandieren, sagte Ringier-CEO Marc Walder. Die Initiative plant daher auch, ein Büro an der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) zu eröffnen.