DIHK: Deutsche Wirtschaft betrachtet Fall Khashoggi mit Sorge

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat sich nach dem Tod des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi besorgt gezeigt. "Auch für die Wirtschaft ist es wichtig, dass die Umstände, die zum Todes des Journalisten führten, vollständig aufgeklärt werden", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Montag in Berlin. Die "klare Haltung" der Bundesregierung sei ein richtiges Zeichen.
22.10.2018 13:53

Die in Saudi-Arabien tätigen mehr als 800 deutsche Unternehmen bräuchten Vertrauen und Rechtssicherheit, sagte Wansleben. "Zugleich kommt es darauf an, den Gesprächsfaden nicht abreissen zu lassen und über die Begleitung des wirtschaftlichen Transformationsprozesses auch gesellschaftliche Fortschritte in Saudi-Arabien zu bewirken." Insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Maschinen- und Anlagenbau, Pharma, Fahrzeuge oder Erneuerbare Energien könnten deutsche Unternehmen dazu beitragen, zur Diversifizierung der Wirtschaft am Golf beizutragen.

Kanzlerin Angela Merkel hatte am Wochenende unter anderem erklärt, dass bis zur Aufklärung des Falls Khashoggi keine Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien mehr genehmigt werden. Khashoggi war am 2. Oktober in der saudischen Botschaft in Istanbul ums Leben gekommen. Die Saudis haben erklärt, er sei bei einem Faustkampf gestorben. Die türkischen Ermittler gehen dagegen von Mord aus./hoe/DP/jha

(AWP)