DIHK-Präsident sieht 'gravierende' Folgen des Brexit für Deutschland

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor "gravierenden" Folgen des Brexit für deutsche Unternehmen gewarnt. "Grossbritannien ist unser drittwichtigster Exportpartner. Allein im vierten Quartal sind die Exporte um neun Prozent zurückgegangen", sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag).
18.03.2017 10:41

Dennoch sprach sich der DIHK-Chef für harte Brexit-Verhandlungen mit Grossbritannien aus. Die EU-Mitgliedschaft beruhe auf der Dienstleistung-, Waren- und Kapitalverkehrsfreiheit sowie der Arbeitnehmer-Freizügigkeit. "Grossbritannien will nun von den drei erstgenannten profitieren, die Arbeitnehmer-Freizügigkeit jedoch abschaffen. Das geht nicht, schon allein, weil sich dann Nachahmer finden könnten", sagte Schweitzer.

Britische Medien gehen davon aus, dass Premierministerin Theresa May die Scheidung gemäss Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union bis Ende des Monats in Brüssel einreicht. Danach können die zweijährigen Verhandlungen mit der EU beginnen./ro/DP/zb

(AWP)