Dijsselbloem enttäuscht über EU-Milde mit Spanien und Portugal

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat sich unzufrieden mit der Entscheidung der EU-Kommission gezeigt, die Defizitsünder Spanien und Portugal straffrei zu lassen.
28.07.2016 07:12
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem.
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem.
Bild: Bloomberg

Es sei enttäuschend, dass die Erkenntnis über mangelnde Haushaltskonsolidierung der beiden Länder keine Folgen habe, erklärte Dijsselbloem am Mittwoch. "Es muss klar sein, dass trotz aller Bemühungen Spanien und Portugal noch immer in Gefahr sind." Er werde die Entscheidung der EU-Kommission mit Vertretern der Euro-Zone besprechen.

Die EU-Kommission hat abermals bei Defizitsündern in der Euro-Zone ein Auge zugedrückt und gegen Spanien und Portugal keine Strafe verhängt. Ihre Entscheidung begründete die Brüsseler Behörde auch mit der Anti-EU-Stimmung in Teilen der Staatengemeinschaft.

Beide Länder kämen zudem aus einer schweren Krise mit hohen Arbeitslosenzahlen, sagte der für den Euroraum zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis. Daneben nannte er das schwierige wirtschaftliche Umfeld, die Reformbemühungen beider Regierungen und deren Zusagen, die Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu erfüllen.

(Reuters)