Draghi warnt vor verfrühter Freude über sanften Brexit

Die bisher vergleichsweise milden wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit-Votums in Grossbritannien sind nach Auffassung der Europäischen Zentralbank kein Garant für die Zukunft.
09.10.2016 12:41
Blick über die Themse auf den Uhrturm «Big Ben» in London.
Blick über die Themse auf den Uhrturm «Big Ben» in London.
Bild: Pixabay

"Wir wissen nicht, was mittelfristig passiert", sagte EZB-Präsident Mario Draghi zum Abschluss der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank am Samstag in Washington.

Die kurzfristigen Effekte unmittelbar nach der Abstimmung zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union seien schwächer gewesen, als viele erwartet hatten - sowohl auf den Finanzmärkten als auch in der Realwirtschaft. "Es ist ein signifikantes Ereignis. Zu glauben, dass das überhaupt keine Auswirkungen hat, ist wahrscheinlich zuviel der Hoffnung."

(AWP)