Drei Länder ziehen Bewerbungen für EU-Behörden zurück

Nur wenige Stunden vor der Entscheidung über den künftigen Standort der bislang in London beheimateten EU-Arzneimittelbehörde (EMA) und der EU-Bankenaufsichtsbehörde (EBA) haben mehrere Länder ihre Kandidaturen zurückgezogen. Wie ein EU-Sprecher am Montag sagte, bewerben sich Malta, Kroatien und Irland nicht mehr um den Sitz der EMA.
20.11.2017 14:59

Damit sinkt die Bewerberzahl bei der EMA von 19 auf 16. Gründe für den Rückzug der EMA-Kandidaturen wurden nicht genannt. Nach Angaben aus EU-Kreisen versuchen zahlreiche Länder allerdings bis zuletzt mit Absprachen, die Erfolgsaussichten für ihre eigene Kandidatur zu verbessern.

So könnte Irland beispielsweise seine wenig aussichtsreiche EMA-Bewerbung zurückgezogen haben, um dafür Unterstützung für die ebenfalls abgegebene EBA-Bewerbung zu bekommen.

Bei den Bewerbungen für den künftigen Sitz der EBA gab es bis zuletzt keine Änderungen. Damit stehen immer noch acht neue Standorte zur Verfügung.

Grund für die Suche nach neuen Standorte für die beiden EU-Agenturen ist der Austritt Grossbritanniens aus der EU. Die beiden Behörden sollen deshalb so schnell wie möglich in eines der 27 verbleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

(AWP)