Eigenmittelverordnung für Banken geht Bündner Regierung zu weit

Chur (awp/sda) - Die neue Bundesverordnung über die Eigenmittel und die Risikoverteilung für Banken geht der Bündner Regierung zu weit. Banken mit übersichtlichen und nicht komplexen Geschäftsaktivitäten wie die Bündner Kantonalbank seien unverhältnismässig stark von neuen Vorschriften betroffen.
15.09.2016 13:30

Kleinere und mittlere Banken würden in immer kürzeren Abständen mit neuen regulatorischen Auflagen konfrontiert, welche meist sehr kurze Umsetzungsfristen hätten, teilte die Regierung am Donnerstag im Zusammenhang mit der Vernehmlassung des Bundes zur neuen Verordnung mit.

Es würden neue Modelle und Methoden eingeführt, welche immer komplexer würden. Die Folge sei ein kontinuierlich steigender Umsetzungsaufwand, welcher insbesondere für die kleineren und mittleren Banken unverhältnismässig sei und zu überproportional hohen Kosten führe. Die Regierung erwartet deshalb, dass die vereinfachten Verfahren unbedingt auch mittelgrossen Banken offen stehen.

(AWP)