Ein Zeichen der Reformwilligkeit - Peking beruft neuen Chef der Bankenaufsicht

Chinas Regierung hat einen weiteren Schlüsselposten für die Wirtschaftspolitik neu besetzt.
25.02.2017 12:18
Rote Fahnen auf den Tiananmen-Platz in Peking.
Rote Fahnen auf den Tiananmen-Platz in Peking.
Bild: cash

Wie die Zeitung "China Daily" am Samstag berichtete, wurde Guo Shuqing zum neuen Chef der Bankenaufsicht berufen. Sein Vorgänger, der 65-Jährige Shang Fulin, scheidet aus Altersgründen aus.

Die Personalie ist bereits der dritte Wechsel eines hochrangigen Wirtschaftsfunktionärs, der innerhalb von 24 Stunden bekannt wurde. Am Freitag berichteten Staatsmedien, dass He Lifeng neuer Vorsitzender der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission werden soll. Das Handelsministerium soll künftig vom bisherigen Vize-Handelsminister Zhong Shan geleitet werden.

Kommentatoren werten die Berufung vom Guo Shuqing als Zeichen, dass Peking notwendige Reformen des mit hohen Schulden beladenen Bankensektors vorantreiben will. Der 62-Jährige war bisher Gouverneur der ostchinesischen Provinz Shangong, gilt aber nach Stationen bei Staatsbanken und als Chef der Börsenkommission als Finanz-Fachmann.

Das neue Wirtschafts-Trio wird auch mit anderen Problem zu kämpfen haben. Der in Aussicht gestellte Umbau der chinesischen Wirtschaft kommt nur schleppend voran. Antworten muss Peking auch auf US-Präsident Donald Trump finden, der angedroht hatte, hohe Strafzölle gegen China verhängen zu wollen.

(AWP)