Eingewanderte sind häufiger zweisprachig als Schweizer

Neuenburg (awp/sda) - Aus dem Ausland Eingewanderte sprechen im Alltag häufiger zwei Schweizer Landessprachen als Schweizer. Denn laut Bundesamt für Statistik ist jede fünfte eingewanderte Person zweisprachig, während es unter Schweizern nur 14% sind.
27.12.2016 12:15

Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) gestützt auf Angaben der Volkszählung von 2014 schreibt, sind 80% der Schweizer einsprachig. 8% sprechen eine Landessprache und wenigstens eine Fremdsprache, die nicht Schweizer Landessprache ist.

Ganz anders Eingewanderte, wie das Bundesamt in seiner Publikation "Ein Porträt der Schweiz" festhält. Fast jeder fünfte unter ihnen spricht täglich zwei Landessprachen und fast die Hälfte eine Landessprache und eine Fremdsprache. Etwa ein Ausländer mit Schweizer Wohnsitz von 13 benutzt keine Schweizer Landessprache.

Im Berufsleben ist Deutsch die am meisten gesprochene Sprache. Fast drei von vier Erwerbstätigen nutzen diese Sprache bei der Arbeit. Dahinter folgen Französisch (29%), Englisch (18%) Italienisch (6%) und weitere Sprachen (6%). Erst dahinter folgt Rätoromanisch.

Dass die Anteile zusammengezählt mehr als 100% betragen, liegt daran, dass manche Menschen bei der Arbeit regelmässig zwei Sprachen benutzen. 17% sprechen zwei Sprachen und 9% sogar deren drei.

(AWP)