Elektroautobauer - Tesla-Chef will Trump bei Ausstieg aus Klimapakt nicht mehr beraten

Tech-Milliardär und Star-Unternehmer Elon Musk hat angekündigt, seine Beraterfunktion für US-Präsident Donald Trump im Falle eines US-Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen aufzugeben.
01.06.2017 06:37
Elon Musk, Gründer von Tesla Motors.
Elon Musk, Gründer von Tesla Motors.
Bild: Bloomberg

Sollte es so kommen, habe er "keine Wahl", teilte der Chef des Elektroautobauers Tesla am Mittwoch (Ortszeit) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Musk ist bislang mit einer Reihe anderer US-Konzernchefs in verschiedenen Gremien vertreten, die Trump in Wirtschaftsfragen beraten sollen. Der US-Präsident will am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) seine mit Spannung erwartete Entscheidung verkünden, ob die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen oder nicht. Zuletzt hatten sich Anzeichen verdichtet, dass der Republikaner die historische Vereinbarung aufkündigen will.

Trump könnte den langwierigen Prozess eines Rückzugs aus dem Pariser Abkommen anschieben, aber auch aus der Klima-Rahmenkonvention der Vereinten Nationen austreten, die seit 1994 in Kraft ist. Letzteres wäre ein noch radikalerer Schritt.

Die USA sind zweitgrösster Treibhausgasproduzent nach China. Rund 200 Staaten hatten das Abkommen 2015 in der französischen Hauptstadt vereinbart. Ziel ist es, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte Trump vor einem solchen Schritt. "Ich bin ein Transatlantiker. Aber wenn der amerikanische Präsident in den nächsten Stunden oder Tagen sagen würde, er will aus dem Pariser Abkommen aussteigen, dann ist es die Pflicht Europas zu sagen: So geht das nicht", sagte Juncker am Mittwochabend bei einer Diskussionsveranstaltung der Bundesvereinigung der Arbeitgeber und der Schwarzkopf-Stiftung in Berlin.

(AWP)