Energiebranche - Studie: Schweizer Energiewende verläuft im Schneckentempo

Die vier grössten Stromversorger der Schweiz, Axpo, Alpiq, BKW und Repower, erzeugen zwei Drittel ihres Stroms aus fossilen und nuklearen Energiequellen. Damit einher gehen eine hohe CO2- und Umweltbelastung.
21.07.2019 17:25
Eine Stausee: Strom aus Wasser.
Eine Stausee: Strom aus Wasser.
Bild: Pixabay

Der Anteil "neuer" erneuerbarer Energien, also Sonnen- und Wind- statt Wasserkraft, wächst, bleibt jedoch mit 5 Prozent auf tiefem Niveau, wie die Schweizerische Energie-Stiftung SES in einer am Sonntag veröffentlichten Studie schreibt.

Das Drittel des Stroms der vier Unternehmen, welcher aus erneuerbaren Energien stamme, komme vor allem aus der Wasserkraft, hiess es weiter. Im Vergleich mit dem Schweizerischen Strommix mit 55 Prozent Wasserkraft und 36 Prozent Atomkraft (laut BFE 2018) falle die Bilanz der Stromversorger somit deutlich klimaschädlicher aus, schreibt die Stiftung.

Die "neuen erneuerbaren Energien" wie Sonnen- und Windstrom würden mit ihrem Fünf-Prozent-Anteil nach wie vor ein Nischendasein fristen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien geschehe fast ausschliesslich im Ausland, da dort bessere Rahmenbedingungen herrschen würden. In der Schweiz lohnt es sich aufgrund der tiefen Strommarkterlöse und mangelnder Investitionssicherheit nicht, in neue Kraftwerke zu investieren.

"Will die Schweiz die im Pariser Klimaabkommen und der Energiestrategie 2050 gesteckten Ziele erreichen, so müssen entsprechende Rahmenbedingungen gesetzt werden, beispielsweise bei der aktuellen Revision des Stromversorgungsgesetzes", wird Simon Banholzer, bei der SES Projektleiter Strom & Atom, in der Mitteilung zur Studie zitiert.

(AWP)

 

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