Ermittlungen bei Airbus: Paris dringt auf Transparenz

Vor dem Hintergrund von eines Korruptionsverdachts und Ermittlungen beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus dringt die französische Regierung auf Transparenz. "Falls es einen Zweifel gibt, müssen wir tatsächlich die Zweifel ausräumen", sagte der französische Regierungssprecher Christophe Castaner am Donnerstag in Paris. Dies sei in allen Unternehmen, an denen der französische Staat beteiligt sei, eine grundsätzliche Forderung. Paris hält nach früheren Angaben etwa elf Prozent der Anteile.
02.11.2017 15:52

In Grossbritannien und Frankreich gibt es seit längerem Korruptions-Ermittlungen. Es drohen Strafzahlungen. Die britische Anti-Korruptionsbehörde geht seit 2016 dem Verdacht auf Betrug, Bestechung und Korruption bei Geschäften in der zivilen Luftfahrtsparte von Airbus nach. Airbus meldete den Behörden in den USA nach eigenen Angaben "Ungenauigkeiten bei Anträgen" im internationalen Waffenhandel, die der Konzern beim US-Aussenministerium eingereicht hatte.

Castaner äusserte sich nicht zu Medienberichten, wonach Paris darauf dringt, Airbus stärker politisch zu kontrollieren. Über ein entsprechendes Ansinnen von Präsident Emmanuel Macron hatte unter anderem die Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" berichtet./cb/DP/tos

(AWP)