Erste Unterwasser-Rohre der Pipeline Turkish Stream verbunden

Im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin sind die ersten Rohre der Gaspipeline Turkish Stream im Schwarzen Meer zusammengeschweisst worden. In der Nähe des russischen Küstenortes Anapa seien die ersten Tiefseerohre mit einer höher gelegenen Pipeline verbunden worden, teilte der Kreml am Freitag mit. Nun könne mit dem Bau in tieferen Gewässern begonnen werden.
23.06.2017 15:14

Putin begutachtete den Bau des Milliardenprojekts von einem Schiff aus. Das Vorhaben des Staatskonzerns Gazprom gilt als Nachfolger des gescheiterten Pipeline-Projekts South Stream. Das Vorhaben hätte vor allem Südosteuropa mit russischem Gas versorgen sollen. Russland stoppte 2014 das Projekt nach Einwänden der EU-Kommission.

Nach langem Tauziehen unterzeichneten Russland und die Türkei im Oktober ein Abkommen zum Bau von Turkish Stream. Geplant sind zwei Stränge, durch die jährlich 31,5 Milliarden Kubikmeter Gas strömen sollen. Der erste Strang soll 2018 fertig sein. Zuletzt hatte ein schwerer Konflikt zwischen Moskau und Ankara das Projekt gefährdet./thc/DP/she

(AWP)