EU-Abgeordnete ringen um Reform des europäischen Emissionshandels

Bei einer Debatte im EU-Parlament über eine Reform des europäischen Emissionshandels hat der Berichterstatter dafür geworben, den Vorschlägen für einen besseren Klimaschutz im Ganzen zuzustimmen. "Wenn dieser Turm zusammenbricht, müssen wir ihn wieder aufbauen", sagte der britische Abgeordnete Ian Duncan am Montag in Strassburg mit Blick auf zahlreiche Änderungswünsche. "Wir müssen ein Paket liefern, das für alle zusammen funktioniert."
13.02.2017 20:09

Der Emissionshandel soll der Europäischen Union (EU) helfen, ihre Klimaziele zu erreichen - eine Verringerung der Treibhausgase um 20 Prozent bis 2020 und um 40 Prozent bis 2030, jeweils gemessen am Wert von 1990. Nach dem System brauchen Energieversorger, Industrie und Flugunternehmen für jede Tonne ausgestossenes Kohlendioxid ein Zertifikat. Von Beginn an waren aber zu viele dieser Verschmutzungsrechte auf dem Markt.

Mit der Reform sollen die Zertifikate deshalb weiter verknappt werden. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hatte für den Zeitraum zwischen 2021 und 2030 eine Verringerung der Menge um jährlich 2,4 Prozent statt zuletzt 1,74 Prozent vorgeschlagen. Die EU-Kommission und Wirtschaftsverbände wollen nur 2,2 Prozent. An diesem Mittwoch wollen die EU-Abgeordneten über die Reform abstimmen./cko/DP/he

(AWP)