EU-Aussenminister äussern Sorge über Entwicklungen in Hongkong

Die Aussenminister der EU-Staaten blicken mit wachsender Beunruhigung auf die Situation in Hongkong. "Die aktuellen Entwicklungen machen uns besorgt", sagte Aussenminister Heiko Maas am Freitag nach einem EU-Treffen in Helsinki. "Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass die Lage nicht weiter eskalieren darf, dass die Menschen, die dort auf die Strasse gehen, von ihrem Recht Gebrauch machen, sich zu versammeln und ihre Meinung zu äussern."
30.08.2019 13:35

Nach dem Verbot einer neuen Massendemonstration waren kurz zuvor drei prominente Aktivisten der Protestbewegung in Hongkong festgenommen worden. Die Organisatoren der Civil Human Rights Front sagten wenig später die ursprünglich für Samstag geplanten Proteste ab. Inzwischen wurden die Aktivisten auf Kaution freigelassen.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gibt es bereits seit Wochen Proteste, bei denen es vor allem um die Angst vor einem steigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf Hongkong geht. Auslöser der Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmasslicher Krimineller an China. Die Millionenmetropole gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone sind ihr allerdings noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert. Um die fürchten nun aber viele Bewohner./aha/DP/nas

(AWP)