EU-Automarkt wächst Ende 2016 nicht mehr so stark

Die Autoverkäufe in Europa haben Ende 2016 nicht mehr so stark zugelegt wie im Grossteil des Jahres. Mit 1,14 Millionen Pkw lag die Zahl der Neuzulassungen in der EU im Dezember 3,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Für das Gesamtjahr stand hingegen ein Plus von 6,8 Prozent auf 14,64 Millionen Autos zu Buche. Unter den grössten Absatzmärkten gingen die Verkäufe vor allem in Italien und Spanien deutlich nach oben, aber auch in Deutschland gab es merkliche Zuwächse.
17.01.2017 08:00

In Italien stieg die Zahl der Neuzulassungen im abgelaufenen Jahr um 15,8 Prozent, in Spanien um 10,9 Prozent. Frankreich und Deutschland blieben mit Steigerungen um 5,1 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent deutlich dahinter zurück. In Grossbritannien, wo der geplante Austritt aus der EU für Verunsicherung sorgte, legten die Neuzulassungen immer noch um 2,3 Prozent zu. Im Dezember stand hier jedoch ein Rückgang um 1,1 Prozent zu Buche.

Unter den grossen Marken musste Marktführer Volkswagen 2016 bei seiner Kernmarke nach dem Skandal um manipulierte Abgastests einen Absatzrückgang um 0,5 Prozent hinnehmen. Dank Zuwächsen bei seinen Töchtern Audi , Skoda, Seat und Porsche verbuchte der Konzern auf Jahressicht dennoch ein Absatzplus von 3,5 Prozent. Der Marktanteil des VW -Konzerns schrumpfte jedoch von 24,6 auf 23,9 Prozent.

Konkurrenten wie Daimler und BMW , aber auch Renault , konnten ihre Marktanteile derweil ausbauen. So steigerte der Daimler-Konzern seinen Absatz in der EU im vergangenen Jahr um 13,8 Prozent, BMW legte um 10,1 Prozent und Renault um 12,1 Prozent zu./stw/he

(AWP)