EU entwickelt neuen Schutzmechanismus gegen Billigimporte aus China

BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Kommission entwickelt ein neues Verfahren zur Abwehr von Billigkonkurrenz aus China. Weil Abmachungen mit Peking vorsehen, dass Anti-Dumping-Zölle von Mitte Dezember an nicht mehr wie bisher berechnet werden dürfen, soll möglichst schnell ein völlig neues System eingeführt werden. Es gehe darum, die wirtschaftlichen Interessen Europas und Arbeitsplätze zu verteidigen, erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel. Die EU werde sich mit dem neuen System an die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) halten, gleichzeitig aber das aktuelle Schutzniveau erhalten.
20.07.2016 13:28

Konkret soll der Vorschlag der EU-Kommission vorsehen, die Methode zur Berechnung von Anti-Dumping-Zöllen zu verändern. Sie sollen künftig auch dann hoch ausfallen können, wenn ein Land nicht auf der EU-Liste mit Ländern steht, die als "nicht marktwirtschaftlich" gelten. Von dieser Liste muss China nämlich einer Abmachung zufolge Mitte Dezember heruntergenommen werden./aha/DP/jha

(AWP)