EU erschwert verbrecherischen Regierungen Handel mit Mineralien

STRASSBURG (awp international) - Kriminelle Regime sollen es nach einer EU-Vorgabe künftig schwerer haben, ihre Aktivitäten durch den Handel mit wertvollen Mineralien zu finanzieren. Die EU-Staaten und das Europaparlament einigten sich am Dienstag darauf, deren Import strenger zu regulieren. Für Gold, Zinn und Wolfram sollen ab 2021 Vorgaben für nachhaltigen Abbau in den Herkunftsländern gelten. Die EU hatte sich bereits im Sommer auf entsprechende Leitlinien verständigt. Demnach werden die Lieferketten künftig besser überwacht. Importeure, Hütten und Raffinerien müssen nachweisen, woher sie ihre Mineralien beziehen.
22.11.2016 20:46

Die Organisation Amnesty International begrüsste die Einigung, bezeichnete sie allerdings als halbherzig. Eine ganze Reihe an Unternehmen sei von den Auflagen ausgenommen, hiess es in einer Stellungnahme. Die EU vertraue darauf, dass diese sich freiwillig selbst kontrollierten. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass das Ziel der gesamten Vereinbarung unterlaufen werde, mahnte Amnesty an./asa/DP/fbr

(AWP)