EU-Gipfel in Rom startet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

Der EU-Sondergipfel zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge hat am Samstag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen begonnen.
25.03.2017 10:11

Der Stadtkern um den Kapitolshügel wurde in eine "blaue Zone" umgewandelt, nach der Farbe der europäischen Fahne, in die weder Autos noch Fussgänger hinein durften.

Einige Metro- und Busstationen wurden nicht angefahren. Das Kolosseum wurde schon am Freitagabend geschlossen, die archäologischen Stätten rund um den Palatin-Hügel waren ebenfalls dicht.

3000 Soldaten, Carabinieri und Polizisten sind bei Anti-Terror-Kontrollen in der ganzen Stadt im Einsatz. Unzählige Videoüberwachungsanlagen wurden in der Innenstadt aufgestellt. Auch Helikopter mit Bewaffnung sollen gegen Drohnen oder Flugzeuge mit feindlichen Absichten eingesetzt werden. Lastwagen wurden aus dem Stadtzentrum verbannt. Auch Mülltonnen wurden aus Sicherheitsgründen entfernt.

Sieben mutmassliche Anhänger von Anarchistengruppen im Alter zwischen 22 und 38 Jahren mussten Rom verlassen. Die Polizei vermutet, dass sie sich an Krawallen im Rahmen der am Samstagnachmittag geplanten Demonstrationen gegen Europa beteiligen wollten.

Proteste angekündigt

Protestzüge und Demonstrationen für und gegen Europa sind am Samstag in Rom geplant. Die italienische Polizei rechnet mit zahlreichen Mitgliedern des "Schwarzen Blocks" aus ganz Europa, befürchtet werden Strassenkämpfe und schwere Vandalismusakte.

Griechenlands Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis, der britische Regisseur Ken Loach und der Spanier Jean Carlos Monedero, Mitgründer der spanischen Protestpartei Podemos (Wir können), werden bei einer Demonstration für ein stärker sozial orientiertes Europa erwartet. Die Demonstration zieht mit dem Slogan "Unser Europa" durch die Strassen der römischen Innenstadt.

(AWP)