EU-Grundsatzvereinbarung über Handelsabkommen mit Japan steht

Die Eckpunkte für das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan stehen. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und Aussenminister Fumio Kishida hätten sich am Mittwoch in Brüssel auf die Inhalte für eine Grundsatzvereinbarung verständigt, teilten EU-Vertreter am Mittwochnachmittag mit. Sie solle wie geplant am Donnerstag bei einem EU-Japan-Gipfel vorgestellt werden.
05.07.2017 16:49

Diplomaten betonten gleichzeitig, dass die Grundsatzvereinbarung nicht gleichbedeutend mit dem Ende des Verhandlungsprozesses sei. Sie bedeute lediglich, dass es in "fast allen wichtigen Bereichen" Einigkeit gebe, hiess es. Ein noch offener Punkt ist demnach, vor welchen Gerichten Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Staaten geklärt werden sollen.

Zu der Frage, wann mit einem endgültigen Abschluss und Inkrafttreten des Abkommens gerechnet werden kann, wollten sich die EU-Vertreter nicht äussern. Theoretisch sei es denkbar, dass die Verhandlungen bis Ende des Jahres beendet werden könnten, hiess es.

Dass beide Seiten dennoch schon feiern wollen, wird mit dem am Freitag beginnenden G20-Gipfel in Hamburg erklärt. Bei ihm wollen beide Seiten ein Zeichen gegen Protektionismus setzen.

Mit dem geplanten Freihandelsabkommen wollen die EU und Japan Zölle und andere Handelshemmnissen abbauen. Das soll auf beiden Seiten Wachstum und neue Jobs schaffen. Japan ist nach den USA und China die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt und damit ein äusserst interessanter Absatzmarkt für europäische Unternehmen./aha/DP/stw

(AWP)