EU-Gutachterin hält Kopftuchverbot im Betrieb für Diskriminierung

LUXEMBURG (awp international) - Ein Kopftuchverbot für eine muslimische Ingenieurin einer Software-Firma ist nach Ansicht der EU-Generalanwältin Eleanor Sharpston eine "rechtswidrige unmittelbare Diskriminierung". Als Gutachterin für einen Prozess am Europäischen Gerichtshof (EuGH) legte Sharpston am Mittwoch ihre Beurteilung vor.
13.07.2016 10:28

Es ging um den Fall einer Muslimin, deren französischer Arbeitgeber ihr das Tragen eines Kopftuches bei Kundenkontakten verboten hatte. Der EuGH kann dem Gutachten der Generalanwältin in seinem Urteil folgen, muss dies aber nicht zwingend tun./ff/DP/das

(AWP)