EU-Kommissar Moscovici will Reformumsetzung in Athen voranbringen

Angesichts wachsender Unruhe um des griechische Spar- und Reformprogramm erhöht die EU-Kommission die Schlagzahl. Er werde am Mittwoch nach Athen reisen, um mit Premierminister Alexis Tsipras und Finanzminister Euklid Tsakalotos über dessen Umsetzung zu beraten, kündigte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici am Montag in Brüssel an. "Ich hoffe, wir haben dann bei der Eurogruppe nächste Woche ein positives Ergebnis."
13.02.2017 15:35

Die Verhandlungen zwischen den internationalen Geldgebern und der griechischen Regierung waren jüngst ins Stocken geraten. Zur Auszahlung weiterer Hilfstranchen muss Athen unter anderem im Arbeitsmarkt sowie im Energiesektor weitere Liberalisierungen vorantreiben. Angesichts schwacher Umfragewerte war das regierende Linksbündnis Syriza vor einigen in der Bevölkerung unpopulären Massnahmen zuletzt aber noch zurückgeschreckt. Im Sommer stehen für das hoch verschuldete Land Rückzahlungen in Milliardenhöhe an, die Athen wohl nicht alleine stemmen könnte.

Die internationalen Institutionen aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB), Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM) und Internationalem Währungfonds hatten sich im Sommer 2015 mit Athen auf ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro verständigt. Im Gegenzug muss Griechenland schrittweise Strukturreformen umsetzen./asa/DP/tos

(AWP)