EU-Kommission erlaubt Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Kritiker des Unkrautvernichters Glyphosat haben eine europäische Bürgerinitiative auf den Weg gebracht. Die EU-Kommission beschloss am Dienstag, den Vorstoss zuzulassen. Offiziell wird die Initiative am 25. Januar registriert. Ab dann haben die Initiatoren ein Jahr lang Zeit, eine Million Unterschriften zu sammeln.
10.01.2017 18:08

Die Initiative will die EU-Kommission auffordern, den EU-Staaten ein Verbot der umstrittenen Substanz vorzuschlagen. Auch das Zulassungsverfahren für Mittel zur Schädlingsbekämpfung soll überarbeitet und Grenzwerte gesenkt werden. Glyphosat wird auch in der Schweizer Landwirtschaft eingesetzt.

Die EU-Kommission hatte die Zulassung des Unkrautkillers Glyphosat im Juni für 18 Monate verlängert. Bei den EU-Staaten war zuvor nicht die nötige Mehrheit für oder gegen den weiteren Einsatz des Mittels zustande gekommen. Gegner fürchten negative Folgen für Mensch und Umwelt.

Die EU-Kommission hat vorerst nur entschieden, dass die Bürgerinitiative rechtlich zulässig ist. Damit die Behörde die Forderungen auch inhaltlich prüft, müssen die Initiatoren binnen eines Jahres eine Million Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern aus mindestens sieben EU-Staaten vorweisen. Einen Zwang, Gesetze zu ändern, gibt es aber auch im Erfolgsfall nicht.

(AWP)