EU-Kommission genehmigt Vodafone/Liberty-Global-JV in den Niederlanden

BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Kommission hat dem britischen Telekomkonzern Vodafone und dem US-Kabelriesen Liberty Global grünes Licht für die Bildung eines Gemeinschaftsunternehmens in den Niederlanden gegeben. Voraussetzung sei, dass Vodafone seine Festnetzsparte dort verkaufe, teilte die Behörde am Mittwoch mit.
03.08.2016 17:15

Die Briten und die Amerikaner wollen alle Geschäftsteile in einem zu gleichen Teilen kontrollierten Gemeinschaftsunternehmen vereinen. Die Unternehmen versprechen sich früheren Angaben von dem Joint Venture (JV) positive Effekte von bis zu 3,5 Milliarden Euro, grösstenteils durch Spareffekte und Synergien bei Investitionen. Vodafone zahlt an Liberty zudem eine Milliarde Euro in bar, um Bewertungsunterschiede auszugleichen.

Vodafone ist in den Niederlanden im Mobilfunk aktiv, Liberty im Kabelgeschäft unter dem Namen Ziggo. In dem Land sucht auch die Deutsche Telekom nach einer strategischen Lösung für ihr schwächelndes Mobilfunkgeschäft. Der Bonner Konzern will sich vorzugsweise nur noch auf kombinierte Angebote aus Mobilfunk und Festnetz oder Kabel verlegen. Mit dem Zusammengehen von Liberty und Vodafone fällt nun ein möglicher Partner für T-Mobile Niederlande weg.

In Deutschland hatte sich Vodafone 2013 den Kabelanbieter Kabel Deutschland milliardenschwer einverleibt, Liberty Global steckt hinter dem zweitgrössten deutschen Kabelanbieter Unitymedia./he/jha/

(AWP)